Stand: 27.02.2016 11:14 Uhr

Flüchtlinge im Qualifikations-Check

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Flüchtlinge und Asylbewerber sollen zügig in den Arbeitsmarkt integriert werden. (Archivbild)

Seit August prüft die Agentur für Arbeit Schwerin die Qualifikationen der ankommenden Flüchtlinge. Eigens dafür hat sie ein Büro in der Erstaufnahmeeinrichtung Mecklenburg-Vorpommerns, in Stern Buchholz, eingerichtet. Ziel ist, die Ankommenden in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Bisher konnten die Mitarbeiter der Arbeitsagentur die Daten von 1.087 Flüchtlingen aufnehmen.

Mitarbeiter befragen Flüchtlinge nach Abschlüssen

Fast alle von ihnen kommen aus Syrien. 85 Prozent sind männlich und die meisten zwischen 26 und 35 Jahren alt. Die Mitarbeiter, die in Gesprächen nach den Abschlüssen fragen, kommen zu dem Schluss, dass fast zwei Drittel der Flüchtlinge Helfer- und Anlerntätigkeiten übernehmen könnten: in allen Branchen vom Baugewerbe bis zum Einzelhandel. Ein Drittel könnte mindestens auf Fachkraft-Niveau arbeiten. Etwa fünf Prozent der Befragten sind hochqualifiziert und haben ein abgeschlossenes Studium.

Bisher wurde noch niemand in einen Job vermittelt

Bei den Gesprächen, die vor Ort in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes geführt werden, geht es erstmal nur darum, die Daten der Menschen aufzunehmen. Bislang wurde noch niemand in einen Job vermittelt. Das liegt vor allem daran, dass die Flüchtlinge in den ersten drei Monaten nach ihrer Ankunft nicht arbeiten dürfen. Allerdings würden Gespräche geführt und sie an Seminaren teilnehmen. Mit konkreten Vermittlungsmaßnahmen würde demnächst begonnen, hieß es von der Agentur. Sie versucht nun, mit den Flüchtlingen vor Ort in den Kommunen wieder Kontakt aufzunehmen. Größtes Problem seien aber mangelnde Deutsch-Kenntnisse sowie die Anerkennung der Abschlüsse.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.02.2016 | 13:00 Uhr