Stand: 14.07.2017 14:15 Uhr

Erweiterter Batteriespeicher in Schwerin am Netz

Das Speicherkraftwerk hat noch Ausbaureserven, um auch neue Batteriegenerationen zu integrieren.

In Schwerin ist am Freitag ein zweiter Batteriespeicher des Energieversorgers Wemag ans Netz gegangen. Zusammen haben die beiden Kraftwerke eine Speicherkapazität von rund 15 Megawattstunden. Der Wemag-Speicher ist nach Firmenangaben europaweit der größte hybride Lithium-Batterien-Verbund.

Sekundenschnelle Reaktion auf Netzschwankungen

Knapp 55.000 Lithium-Ionen-Akkus sind in der neuen Anlage miteinander verbunden. Mit ihnen werden Schwankungen im Stromnetz ausgeglichen, die bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energiequellen entstehen. Zum Beispiel, wenn Wolken über ein Solarfeld ziehen oder der Wind auffrischt. Die Batterien können in sekundenschnelle Strom speichern oder abgeben - anders als konventionelle Kraftwerke.

Einnahmen über Auktionen an Strombörse

Der erste Batteriespeicher war vor rund drei Jahren eröffnet worden. In die Erweiterung hat die Wemag gut fünf Millionen Euro investiert. Der Speicher biete noch Ausbaureserven, um in Zukunft mit neuen Batteriegenerationen nachgerüstet werden zu können, hieß es. Das Batteriekraftwerk finanziert sich über wöchentliche Auktionen an der Leipziger Strombörse.

Weitere Informationen

Batteriespeicher soll schwarzstartfähig werden

Seit 2014 gleicht ein neuartiger Batteriespeicher in Schwerin Netzschwankungen bei der Ökostromgewinnung aus. Künftig soll die Anlage bei großflächigen Stromausfällen für den Neustart sorgen. (27.01.2016) mehr

Was, wenn im Nordosten der Strom ausfiele?

Experten sind sich sicher: Ein Blackout hätte drastische Folgen für Mecklenburg-Vorpommern. Doch ein großflächiger Stromausfall träfe Forscher und Firmen im Land nicht unvorbereitet. (09.12.2014) mehr

Europas größter Ökostrom-Akku ist am Netz

25.000 Lithium-Ionen-Akkus mit insgesamt fünf Megawatt Leistung: In Schwerin ist Europas größter kommerzieller Batteriepark in Betrieb gegangen. Er soll Schwankungen im Netz ausgleichen. (16.09.2014) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.07.2017 | 16:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

00:47

Landtag bespricht Gesetz zum Finanzausgleich

18.10.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin
02:27

Glawe gibt Krankenhäusern Bestandsgarantie

18.10.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin
00:48

Demonstration zum Namensstreit an Uni Greifswald

18.10.2017 19:30 Uhr
NDR Fernsehen