Stand: 16.11.2017 13:00 Uhr

Engagement belohnen: Die Ehrenamtskarte kommt

Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die sich ehrenamtlich engagieren, sollen in Zukunft durch Vergünstigungen eine besondere Anerkennung bekommen. CDU, SPD und Linksfraktion, haben sich im Schweriner Landtag gemeinsam für die Ehrenamtskarte stark gemacht. Nach den Vorstellungen von Koalition und Linksopposition soll die Regierung bis Oktober 2018 ein Konzept für die Karte entwickeln.

Die Ehrenamtskarte.

Engagement zahlt sich aus

Nordmagazin -

Im Landtag stimmte die Mehrheit für die Einführung einer Ehrenamtskarte. Mit dieser sollen künftig Vergünstigungen für Ehrenamtler ermöglicht werden.

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Ein großer Tag für das Ehrenamt?

Einstimmig lobten alle Fraktionen die Arbeit der Ehrenamtlichen: unverzichtbar sei ihr Einsatz für die Gesellschaft und verdiene Anerkennung, die über Urkunden, Anstecknadeln und Auszeichnung hinausgingen, hieß es. Die CDU-Abgeordnete Ann Christin von Allwörden sprach von einem großen Tag für das Ehrenamt.

Pläne für die Karte nicht neu

Sozialministerin Stefanie Drese mahnte an, dass nun zunächst ein Konzept zu erstellen sei. Wer die Karte am Ende bekommen soll, welche Vergünstigungen außer ermäßigten Karten für beispielsweise Schwimmbäder,Theater oder den öffentlichen Nahverkehr möglich sind und ob sich Unternehmen beteiligen wollen, müssen nun Landkreise, Ehrenamtsstiftung und der Städte- und Gemeindetag klären.

Ein Dankeschön für Engagierte

CDU-Fraktionschef Vincent Kokert sagte bereits im Vorfeld der Verhandlungen, die rund 600.000 Ehrenamtlichen in Mecklenburg-Vorpommern hätten ein kleines Dankeschön verdient. Wichtig sei, dass möglichst viele davon profiterten, nicht nur Aktive in Vereinen. Auch der Bürokratie-Aufwand müsse gering bleiben. Bis Oktober 2018 soll die Landesregierung nun Zeit bekommen, entsprechende Pläne zu entwickeln.

Ein Scherenschnitt von fünf Personen, die sich an den Händen halten. © fotolia Fotograf: lily

CDU, SPD und Linke für Ehrenamtskarte in MV

NDR 1 Radio MV -

In MV sollen Menschen, die ehrenamtlich arbeiten, künftig durch Vergünstigungen eine besondere Anerkennung bekommen. CDU, SPD und Linke machen sich für eine Ehrenamtskarte stark.

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Oldenburg mahnt zur Eile

Linksfraktionschefin Simone Oldenburg erklärte, die Ehrenamtskarte müsse jetzt zügig kommen. Sie könnte dann beispielsweise auch bei Unternehmen gelten, die Ehrenamtlichen einen besonderen Rabatt einräumen. Oldenburg warnte aber auch davor, den freiwilligen Engagierten zu viel zuzumuten. Es dürfe am Ende nicht so sein, dass die Ehrenamtlichen immer mehr Aufgaben des Staates übernehmen, hieß es.

AfD fürchtet sich vor Bürokratiemonster

Die AfD lehnte die Vergünstigungen als einzige Fraktion im Landtag ab. Sie befürchtet ein Bürokratie-Monster, mit dem am Ende womöglich nur Parteiangehörige der "Sozailindustrie" versorgt würden. Stattdessen forderte die AfD-Fraktion mehr direkte staatliche Hilfe für Vereine. Die CDU erklärte, der AfD sei das Ehrenamt nicht wichtig - sie habe das Thema veschlafen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.11.2017 | 13:00 Uhr

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