Stand: 13.02.2014 19:08 Uhr

"Büchner" bringt Rostock 200.000 Euro ein

Im vergangen Mai wurde die "Büchner" Richtung Litauen geschleppt - und sank vor Polen.

Der Verkauf des im Mai 2013 gesunkenen Traditionsschiffes "Georg Büchner" bringt der Stadt Rostock wohl bis zu 200.000 Euro ein. Das ist Ergebnis der vorläufigen Schlussrechnung im Insolvenzverfahren des Betreibervereins. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) nannte diesen Betrag am Donnerstagabend im Kulturausschuss. Methling erklärte zudem, er wolle sich dafür einsetzen, dass das Geld dem Erhalt des historischen Eisbrechers "Stephan Jantzen" zugute kommt.

Keine Angaben zum Verkaufspreis

Außerdem hieß es, die Gläubiger-Ansprüche seien zu 100 Prozent befriedigt worden. Auch die Forderungen der Stadt in Höhe von 9.000 Euro für die Liegegebühren der "Georg Büchner" seien gezahlt worden, teilte die Stadt mit. Welcher Preis beim Verkauf des Schiffes insgesamt erzielt wurde, darüber machte die Stadt auf Anfrage von NDR 1 Radio MV keine Angaben. Schifffahrtsexperten rechnen mit einem Verkaufspreis in Höhe von rund 700.000 Euro.

"Büchner" sinkt auf dem Weg zum Verschrotten

Die "Georg Büchner" sollte im vergangenen Mai zum Verschrotten nach Litauen geschleppt werden. Auf dem Weg sank das Traditionsschiff nördlich von Danzig und liegt seitdem in 35 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Was mit dem Wrack geschehen soll, ist noch unklar.

Das Schiff war einst im belgischen Liniendienst zwischen Antwerpen und dem Kongo unterwegs. Es wurde 1967 von der Deutschen Seereederei in Rostock gekauft und diente der DDR als Ausbildungsschiff. Vor gut zehn Jahren hatte es der Rostocker Förderverein Traditionsschiff übernommen und als Hotelschiff im Stadthafen bewirtschaftet. 2012 sah sich der Verein aus wirtschaftlichen Gründen aber gezwungen, es abzugeben.

Wrack der "Georg Büchner" in der Ostsee

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.02.2014 | 06:00 Uhr