Stand: 02.08.2015 13:05 Uhr

Hochbetrieb für Wasserretter an den Stränden

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Die Badesaison an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns verlief bislang weitgehend ruhig. (Archivbild)

Seit dem Wochenende haben alle Bundesländer Sommerferien, an den Badestränden in Mecklenburg-Vorpommern herrscht Hochsaison, die Rettungsschwimmer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben alle Hände voll zu tun. Dabei werden nach Angaben eines DLRG-Sprechers zumeist kleinere Verletzungen und allergische Reaktionen behandelt. Die Badesaison verlaufe bislang erfreulich ruhig, so der Sprecher weiter. 2014 waren insgesamt 28 Menschen ertrunken oder am Strand gestorben. In dieser Saison sind es bislang deutlich weniger.

Täglich Hunderte Rettungsschwimmer im Einsatz

Die DLRG ist derzeit täglich mit rund 240 Rettungsschwimmern im Einsatz. Bei der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes sind es etwa 150. Alle von ihnen arbeiten ehrenamtlich. Es sei nach wie vor schwierig, weitere ehrenamtliche Rettungsschwimmer zu gewinnen, sagte der Geschäftsführer der DRK-Wasserwacht, Hans-Peter Schultz, NDR 1 Radio MV.

Planschen, baden, schwimmen - aber sicher

Viele Retter kommen aus anderen Bundesländern

Die geringe Aufwandsentschädigung von 10 bis 35 Euro am Tag reiche vielen jungen Menschen inzwischen nicht mehr als Motivation. Außerdem seien vor allem an den Binnengewässern die Einrichtungen und Unterkünfte für die Rettungsschwimmer nicht immer auf den derzeitigen Stand der Technik, so Schultz weiter. Er hoffe, dass die betroffenen Gemeinden möglichst zeitnah nachbessern, damit ehrenamtliche Rettungsschwimmer auch künftig gern nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Derzeit stammen rund 60 Prozent der DRK-Helfer an den Stränden im Nordosten aus anderen Bundesländern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.08.2015 | 12:00 Uhr