Stand: 29.08.2017 18:27 Uhr

Aalfischerei bald verboten?

Die EU-Kommission hat am Dienstag ihre Vorschläge für den Fischfang in der Ostsee für 2018 vorgelegt. Darin enthalten ist erstmals ein generelles Fangverbot für den bedrohten Aal. Seit 20 Jahren sei der Bestand auf einem historisch niedrigen Stand, die bisherigen Maßnahmen zur Erholung seien nicht ausreichend, so die Begründung. Der Umweltverband BUND hat diesen Vorschlag begrüßt. Den Fischern an der Küste werde in der Urlaubssaison ihr lukrativstes Standbein genommen, sagte der Vorsitzendes des Verbandes der Kutter- und Küstenfischer Grothe. Denn Urlauber liebten besonders diesen Fisch.

Ein Fischer holt sein Fangnetz aus dem Wasser.

EU will generelles Fangverbot für Ostsee-Aal

Nordmagazin -

In den letzten 30 Jahren ist der Aalbestand um 90 Prozent eingebrochen. Ein Grund ist die Fischerei. Deshalb will die EU ein komplettes Fangverbot für den Ostsee-Aal.

bei Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Auch geringe Quoten für Dorsch und Hering

Die Kommission schlägt auch vor, die Heringsquote für die hiesigen Küstengewässer gegenüber diesem Jahr zu halbieren. Beim Dorsch soll die geringe Quote dieses Jahres weiter gelten. Wenn die Fangmengen so drastisch gekürzt werden, seien sie nicht mehr attraktiv für die großen Verarbeiter, befürchtet Grothe. Er fordert einen finanziellen Ausgleich, sollten die EU-Fischereiminister diesen Vorschlägen der Kommission folgen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.08.2017 | 18:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

00:47

Landtag bespricht Gesetz zum Finanzausgleich

18.10.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin
02:27

Glawe gibt Krankenhäusern Bestandsgarantie

18.10.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin
00:48

Demonstration zum Namensstreit an Uni Greifswald

18.10.2017 19:30 Uhr
NDR Fernsehen