Stand: 17.12.2015 19:00 Uhr

Wohnungen auf Gefängnis-Gelände?

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In den nicht genutzten Bereichen der JVA Fuhlsbüttel könnten bald Wohnungen entstehen.

Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt in Fuhlsbüttel sollen Wohnungen entstehen. Nach Informationen von NDR 90,3 will die Stadt Hamburg im kommenden Jahr auf Investorensuche gehen.

Neuer Anlauf

Mehrere große Areale des Gefängnisses "Santa Fu" stehen seit Jahren leer. Für einen Teil der JVA gibt es schon seit rund zehn Jahren zu wenig Gefangene. 2009 wurden zwei Flügel geschlossen, weil der Brandschutz nicht mehr den Anforderungen entsprach. Erste Überlegungen, Teile von "Santa Fu" in Wohnungen umzubauen, stoppte die damalige Justizsenatorin Jana Schiedeck (SPD) im vergangenen Jahr. Nun wollen die Stadt und der zuständige Bezirk Hamburg-Nord einen neuen Anlauf unternehmen. Im Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen wird bereits ein Verfahren vorbereitet, um Investoren auszuwählen. Das schreibt der Senat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Richard Seelmaecker.

Noch keine konkreten Zahlen

Teile der JVA Fuhlsbüttel stehen bereits im Entwurf für das neue Wohnungsbauprogramm des Bezirks Hamburg-Nord. Die Rede ist von 250 Wohnungen auf dem denkmalgeschützten Teil des Gefängnisses. Laut Senat gibt es aber noch keine konkreten Planungen, wann wie viele Wohnungen gebaut werden sollen. Auch eine gewerbliche Nutzung von "Santa Fu" schließt der Senat nicht aus.

CDU-Politiker Seelmaecker kritisierte angesichts des geplanten Wohnungsbaus die Justizbehörde. Während in Hamburg Gefängnisse leer stehen, sollen straffällige Jugendliche künftig in Schleswig-Holstein untergebracht werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.12.2015 | 19:00 Uhr