Stand: 22.03.2017 11:14 Uhr

Windenergie: Zahl der Beschäftigten stagniert

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Viele Firmen der Windenergiebranche haben ihren Sitz in Hamburg.

Die Windenergiebranche wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftszweig in Deutschland. Eine aktuelle Studie dreier Branchenverbände belegt, dass die Branche mittlerweile selbst in vielen Bundesländern fern der Küsten Arbeitsplätze schafft. In Hamburg stagnieren die Beschäftigtenzahlen allerdings, wie NDR 90,3 am Mittwoch berichtete.

Kein Grund zur Sorge

Hamburg sieht sich gerne als Windenergie-Hauptstadt Deutschlands. Viele bedeutende Firmen haben mittlerweile ihren Sitz in der Hansestadt. Die Folge: Von Jahr zu Jahr wurden hier immer mehr Arbeitsplätze geschaffen. 2015 dann gab es eine kleine Trendwende. Mit knapp 6.800 Arbeitsplätzen gab es rund 350 Jobs weniger als im Jahr zuvor. Der Grund: der Windenergie-Boom schwächte sich ab, so die Branchenverbände. Das sei aber kein Grund zur Sorge, meinen sie. Denn die Branche könne auf sehr starke Jahre zurückblicken und habe mindestens zwei weitere gute Jahre vor sich.

Denn Windräder "Made in Germany" sind ein Exportschlager. 70 Prozent der Anlagen werden exportiert. Von dem Erfolg der Branche profitieren nicht nur die Küstenländer, sondern selbst Binnenländer wie Nordhein-Westfalen, Bayern oder Baden-Württemberg. Denn dort sitzen viele Zuliefererbetriebe. In ganz Deutschland arbeiten mittlerweile mehr Menschen in der Windenergie- als in der Luftfahrtbranche.

Experten: Offshore-Windenergie wird günstiger

Die Herstellungskosten für den Ökostrom aus deutschen Windparks in Nord- und Ostsee könnten außerdem in Zukunft drastisch sinken. Davon sind zumindest die Spezialisten der Unternehmensberatung PwC überzeugt, wie NDR 90,3 berichtete. Hintergrund: Die einzelnen Offshore-Windenergieanlagen werden immer größer und damit immer wirtschaftlicher. Außerdem sei man inzwischen in der Lage, die Windparks im Zeitrahmen und vor allem immer günstiger zu bauen. Das wiederum führe dazu, dass die Preise für den Strom aus Windkraft sich in den kommenden Jahren vermutlich mehr als halbieren werden, sagte ein PwC-Sprecher. Deshalb müsse man darüber nachdenken, ob man nicht mittelfristig noch mehr und noch größere Windparks vor den deutschen Küsten errichte, so der Sprecher bei einer Branchenkonferenz in Hamburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.03.2017 | 12:00 Uhr

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