Stand: 18.11.2013 09:10 Uhr

Wieder Risse im Riesen-Airbus

Der Flugzeugbauer Airbus hat erneut Probleme mit seinem Großraumflugzeug A 380. Nach Informationen von NDR 90,3 muss ein Großteil der Jets überprüft werden, weil neue Risse entdeckt wurden.

Risse am Rumpf

Die Risse haben eine Länge von gerade einmal ein paar Millimetern. Sie wurden am Rumpf entdeckt, am hinteren Ende der Tragflächen. Das schreibt die europäische Flugsicherheitsagentur EASA in einer Anweisung. Wenn die Risse nicht beseitigt würden, könne die "strukturelle Integrität" des Flügels beim A 380 beeinträchtigt werden, warnt die EASA. Verursacht werden die Risse angeblich durch eine hohe Belastung an der Stelle.

Die Großraumflugzeuge vom Typ A 380 müssen nicht sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Die europäische Luftsicherheitsbehörde schlägt vor, den Fehler spätestens nach rund 4.000 Flügen oder 30.000 Flugstunden zu beheben.

Airbus: Kein sicherheitsrelevanter Fehler

Im Gespräch mit NDR 90,3 sagte ein Airbus-Sprecher, es handele sich nicht um einen sicherheitsrelevanten Fehler, der zudem bei den üblichen Wartungen beseitigt werden könne. Die Risse seien bei den von Airbus selbst durchgeführten Dauerbelastungstests entdeckt worden, so der Sprecher.

Betroffen sind die ersten 70 ausgelieferten Maschinen des A 380. Im vergangenen Jahr waren beim A 380 bereits Risse in den Tragflächen entdeckt worden. Anders als jetzt mussten die betroffenen Flugzeuge innerhalb kurzer Zeit repariert werden. Die europäische Flugsicherheitsagentur hatte angeordnet, dass alle Maschinen überprüft werden müssen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.11.2013 | 07:00 Uhr