Stand: 09.11.2015 13:43 Uhr

Versandhändler Otto rechnet mit gutem Geschäft

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Im Internet verkauft Otto mehr Möbel als Ikea. Dabei gehen 50 Prozent aller Nutzer mit ihren Smartphones auf die Seite.

Der Hamburger Versandhandel Otto, wichtige Tochtergesellschaft der internationalen Otto Group, hat nach 20 Jahren Internet-Geschäft eine positive Bilanz gezogen. Und das, obwohl viele Händler bei Mode keine großen Sprünge mehr machen. Der Markt für Kleidung sei gesättigt, sagte Alexander Birken, Sprecher des Bereichsvorstandes.

Otto stärker als Ikea

Sein Unternehmen setze deshalb jetzt vor allem auf den Verkauf von Schränken, Betten und Sofas. "Wir sind im Möbelbereich der stärkste Onlinehändler in ganz Deutschland mit circa 600 Millionen Euro Umsatz weit vor allen Konkurrenten", erklärte Birken NDR 90,3. Otto sei demnach deutlich stärker im Internet als etwa Ikea. Birken prognostizierte, dass der Versandhandel in diesem Jahr seine Wachstumsziele deutlich übertreffen werde. Schon jetzt habe der Umsatz in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres um sieben Prozent auf 1,34 Milliarden Euro zugelegt.

50 Prozent der Besucher nutzen ihr Smartphone

Dabei stecke Otto mitten in einem tiefgreifenden Wandel durch die fortschreitende Digitalisierung. Kataloge spielen zum Beispiel nur noch eine untergeordnete Rolle, die Entwicklung eigener Software dagegen eine große. "50 Prozent aller Besucher auf Otto.de kommen mittlerweile über die Smartphones rein. Und die Tendenz steigt unaufhörlich", sagte Birken. Von den etwa 4.700 Beschäftigten arbeiten allein 1.000 in der Informationstechnilk. Um Schritt zu halten, will die Firma auch in diesem Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.

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