Stand: 15.12.2016 17:03 Uhr

Verfassungsschutz: Anschlagsgefahr steigt

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Sieht eine steigende Anschlagsgefahr auch für Hamburg: Verfassungsschutzchef Voß.

Die islamistische Szene in Hamburg wächst laut Verfassungsschutzchef Torsten Voß weiter an. Auch die Gefahr von Anschlägen nehme zu. Aktuell gebe es in der Stadt rund 350 gewaltbereite Salafisten, sagte Voß im Gespräch mit NDR 90,3. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" verliere zunehmend Gebiete in Syrien und im Irak. Deshalb verließen immer weniger Islamisten die Hansestadt in Richtung der Kriegsgebiete. Ungebrochen dagegen sei die Tendenz, dass immer mehr junge Menschen sich radikalisieren. Das sei mit ein Hauptgrund für den Anstieg der salafistischen Szene in der Hansestadt, so Voß. "Wir sind bei 700 Salafisten", erklärte er. Knapp die Hälfte davon seien sogenannte Dschihadisten, also radikale Salafisten, die auch den bewaffneten Kampf bedingungslos unterstützen.

Große Herausforderungen für Behörden

Eine große Herausforderung für die Sicherheitsbehörden ist es demnach, wenn die Zahl der Flüchtlinge wieder ansteigt. Je mehr Flüchtlinge wir hätten, desto schwieriger sei es für die Behörden alle auf mögliche Attentäter zu kontrollieren. Eine besondere Gefahr geht laut Voß auch von sogenannten Hit-Teams aus. "Hit Teams sind Menschen, die in Syrien und dem Irak ausgebildet werden vom sogenannten Islamischen Staat an Waffen, an Verhaltensweisen, um eben in Deutschland nicht aufzufallen", sagte Voß. Diese Menschen würden dann nach Deutschland geschickt, um gezielt Anschläge zu begehen." Die Gefahr von Terror steige somit an.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.12.2016 | 17:00 Uhr

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