Stand: 13.01.2016 06:34 Uhr

Fischbek: Flüchtlingssiedlung wird später fertig

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Die Bagger stehen schon auf dem Baufeld in Neugraben-Fischbek. (Archivfoto)

Die Unterkunft für 3.000 Flüchtlinge im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek kommt nun doch später als geplant. Auf der ehemaligen grünen Wiese "Am Aschenland" stehen schon die Bagger und Schaufellader. Hohe gelbe Sand- und pechschwarze Erdhügel wurden bereits ausgehoben und die Erschließungsarbeiten sind in vollem Gang. Noch im September hatte die Sozialbehörde die Großunterkunft vorgestellt: Spätestens im Sommer 2016 sollten hier 3.000 Menschen wohnen, die ersten Schutzsuchenden sollten im Februar einziehen. Doch bis jetzt ist laut NDR 90,3 nicht einmal die Ausschreibung für den Betrieb der Unterkunft fertig.

Ausschreibung soll jetzt kommen

Zwei Bauabschnitte der ersten von stadtweit sieben geplanten Großunterkünften für Flüchtlinge sollen aber im ersten Quartal 2016 bundesweit ausgeschrieben werden, versicherte Kerstin Graupner, Sprecherin des Hamburger Flüchtlingskoodinators. Der Grund für die Verzögerung seien komplizierte vergaberechtliche Fragen, hieß es. Offenbar will man sich rechtlich so absichern, dass mögliche Klagen vor Gericht keine Aussicht auf Erfolg haben. Unter den Anwohnern regte sich bereits Protest und einige hatten angekündigt, gegen die Größe der Unterkunft klagen zu wollen - sie wollen nur 1.500 Flüchtlinge akzeptieren und nicht die doppelte Anzahl.

Einzug nun wohl erst im Herbst

Der erste Bauabschnitt soll ohne Ausschreibung nach dem bezirklichen Anhörungsverfahren Ende Januar oder Anfang Februar schnell gebaut werden, sodass die ersten Flüchtlinge spätestens im Herbst dieses Jahres einziehen können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.01.2016 | 06:00 Uhr

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