Stand: 31.08.2017 20:30 Uhr

Stones-Konzert: "Eine große Ausnahme"

Acht Kilometer Bauzaun, 50 Container für Büros und Garderobe, dazu zwölf Tribünen für die Konzertbesucher - und die eigentliche Bühne: Der Aufwand für das Konzert der Rolling Stones vor 82.000 Zuschauern am 9. September im Hamburger Stadtpark ist enorm - und nach Aussagen von Bezirksamtsleiter Harald Rösler "eine ausgesprochen große Ausnahme". Es werde Jahre dauern, "bis wir so etwas wieder machen", sagte Rösler am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne für das Megakonzert.

Zuletzt fanden auf der Festwiese in den 1980er-Jahren große Konzerte von David Bowie (1987) und Pink Floyd (1989) statt. Christian Wiesmann vom Konzertveranstalter FKP Scorpio betonte, dass die Rolling Stones sich Hamburg als Austragungsort ihres Tour-Auftakts gewünscht hätten. "Sie waren lange nicht hier."

Einige Straßen werden gesperrt

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23.000 Quadratmeter Bodenabdeckung werden verlegt.

Dass der zuständige Bezirk Hamburg-Nord nach fast 30 Jahren im Stadtpark tatsächlich wieder ein Konzert zulässt, habe die Veranstalter dennoch überrascht. Um die Sicherheit von Besuchern und Band zu gewährleisten, wird an den Eingangsschleusen streng kontrolliert. Der Stadtpark werde am Sonnabend ab 8 Uhr weiträumig abgesperrt, die Otto-Wels-Straße durch den Stadtpark und der Südring würden komplett abgeriegelt, sagte Polizeidirektor Matthias Krause. Sperren mit Lastwagen sollen außerdem verhindern, dass jemand auf das Gelände fahren kann, Beamte werden auch mit Maschinenpistolen die Einfahrten sichern.

HVV weitet Angebot aus

Konzertveranstalter Wiesmann bat die Konzert-Besucher, auch wegen der Straßensperrungen unbedingt mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Fahrrad anzureisen. Es werde keine Parkmöglichkeiten für Autos geben. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hat bereits angekündigt, verstärkt U- und S-Bahnen an diesem Wochenende einzusetzen.

"Keine Sorge um die Festwiese"

Auch das Stadtpark-Grün werde bedacht: "Wir haben keine Sorge, dass die Festwiese zerstört wird", sagte Bezirksamtsleiter Rösler. 23.000 Quadratmeter Bodenabdeckung würden verlegt. 750 Mitarbeiter errichten in den kommenden Tagen die riesige Bühne - ein Stadion auf der Wiese. Wer keine Karte besitzt und trotzdem auf Blicke auf Mick Jagger & Co. hofft, wird wohl enttäuscht: "Wer jenseits des Bauzauns steht, wird an keiner Stelle etwas sehen können", sagte der Veranstalter.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.09.2017 | 06:00 Uhr

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