Stand: 25.08.2015 17:08 Uhr

Stapelfeldt will Wohnungsbau vereinfachen

Die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde prüft wegen der zahlreichen Flüchtlinge einen einfacheren und schnelleren Wohnungsbau. Im Interview mit NDR 90,3 sagte Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD), man könne mehr Fertighäuser bauen.

Knapp 7.000 fertige Wohnungen schaffte das "Bündnis für Wohnen" von Senat und Wohnungsbauwirtschaft im vergangenen Jahr - eine deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr. Aber bei erwarteten mindestens 20.000 Flüchtlingen in diesem Jahr in Hamburg ist das nicht genug. Was tun? Ihre Experten prüften Bauzeiten von weniger als einem Jahr, meinte die Stadtentwicklungssenatorin. "Natürlich kann man sich überlegen, wie zum Beispiel durch vorgefertigten Wohnungsbau - etwa durch Modulhäuser - dieser befördert werden kann." Fertigbauteile seien eine Möglichkeit, beschleunigte Baugenehmigungen eine andere.

Der Wohnungsstandard soll nicht sinken. Noch nicht legt sich Stapelfeldt fest, ob der Senat die Zahl der Neubauwohnungen pro Jahr hochsetzt - von 6.000 auf 8.000. Doch sie ist sicher: "Wir werden diese Herausforderung ganz sicher meistern können." Wenn die Senatorin in Wilhelmsburg aus ihrem Bürofenster schaut, sieht sie die Zelte für Flüchtlinge in der Dratelnstraße. "Die Flüchtlinge werden wir vor dem Winter besser unterbringen", sagte Stapelfeldt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.08.2015 | 17:00 Uhr