Stand: 29.01.2016 17:53 Uhr

Spritzenplatz: Bezirksversammlung gegen Neubau

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Die Visualisierung zeigt, wie das neue Gebäude den Spritzenplatz in Ottensen verändern könnte.

Die Bezirksversammlung Altona ist dem Bürgerbegehren zur Bebauung des Spritzenplatzes im Hamburger Stadtteil Ottensen beigetreten. Dieses fordert einen Bebauungsplan, um ein fünfstöckiges Gebäude des amerikanischen Star-Architekten Daniel Libeskind zu verhindern.

"Nicht gegen Bevölkerung durchsetzen"

Libeskind entwarf das Jüdische Museum in Berlin und erste Skizzen für New Yorks neues Wahrzeichen, den Wolkenkratzer One World. Doch in Ottensen scheitert er vermutlich. Seinen Plan eines fünfstöckigen grauen Würfels hat die Bezirksversammlung einstimmig - bis auf die Grünen - nahezu unmöglich gemacht. Sie forderte einen neuen Bebauungsplan. SPD-Fraktionschef Thomas Adrian begründete dies im Gespräch mit NDR 90,3: "Es ist sehr deutlich geworden, dass eine massive und große Bebauung von der Bevölkerung nicht gewollt wird. Und ich glaube es macht keinen Sinn, sie gegen die Bevölkerung durchsetzen zu wollen."

"Wir brauchen Luft und Sonne in Ottensen"

Gisela Alberti vom Bürgerbegehren freut sich, dass nun kein 200.000 Euro teurer Bürgerentscheid nötig wird. "Der Spritzenplatz hat einen unheimlichen Charme und ist auch ein touristischer Magnet. Und wir wollen, dass die Atmosphäre erhalten bleibt. Wir brauchen auch ein bisschen Luft und Sonne in Ottensen." Sie will wie jetzt nur zweistöckige Häuser zulassen. Wie weit dem die Bezirksversammlung folgt, wird noch verhandelt. Und die Baubehörde muss noch zustimmen. Bisher lehnte sie die Aufstellung eines Bebauungsplanes für nur zwei Häuser in Ottensens Zentrum ab.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.01.2016 | 17:00 Uhr