Stand: 11.02.2016 13:17 Uhr

Sportplatzsanierung: Weniger Geld - Bezirke sauer

In den Hamburger Bezirken organisiert sich der Protest gegen Kürzungen beim Sportstättenbau. Der Senat will die Sanierungsmittel für Asche- und Kunstrasenplätze von vier auf zwei Millionen Euro pro Jahr halbieren, wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete.

Kaum ist das Olympia-Referendum gescheitert, streicht der Senat Mittel der "Sanierungsoffensive Sportstättenbau", meint die CDU. Der Etat wird kurzfristig halbiert. Nur für dieses Jahr füllt der Senat die Mittel aus einem anderen Topf wieder auf. Ab 2017 gibt es jährlich nur noch zwei Millionen Euro, um Ascheplätze in Kunstrasen umzuwandeln, oder Umkleiden zu sanieren. Harburgs CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf-Dieter Fischer ist empört: "Das hat alle alarmiert. Uns es gibt durch die gesamte Stadt eine breite Phalanx von Abgeordneten, die sagen, das können wir uns nicht gefallen lassen."

Bezirke: Breitensport nicht vernachlässigen

In Harburgs Bezirksversammlung fordert auch die SPD in einem gemeinsamen Antrag, der Senat müsse bei vier Millionen Euro bleiben. CDU-Mann Fischer sieht einen riesigen Sanierungsstau: "Nachdem die Olympia-Bewerbung gescheitert ist, müssen wir daran gehen, die Sportstätten trotzdem zu sanieren. Wir haben nicht 50 Jahre Zeit dafür." Auch andere Bezirksversammlungen wie etwa Altona üben nun Druck auf den Senat aus, den Breietensport nicht zu vernachlässigen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.02.2016 | 13:00 Uhr