Stand: 08.01.2016 13:49 Uhr

Seenotkreuzer soll Flüchtlinge retten

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Soll im Mittelmeer Flüchtlinge retten: der Seenotkeuzer "Minden".

Nach der Flüchtlings-Hilfsorganisation Sea Watch startet von Deutschland aus eine zweite private Initiative mit einem Rettungsschiff ins Mittelmeer. Ein ehemaliges Schiff der Seenotrettung DGzRS soll nach Informationen von NDR 90,3 in Griechenland eingesetzt werden.

Neue Mission im Mittelmeer

Bis vor zwei Jahren war der Seenotrettungskreuzer "Minden" vor Sylt im Einsatz, um Menschen aus der Nordsee zu retten. Danach verkaufte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger das 23 Meter lange Boot an einen Privatmann. Der wiederum habe den Rettungskreuzer jetzt für die neue Mission im Mittelmeer zur Verfügung gestellt, sagte Susanne Salm-Hain, eine der Initiatoren. An Bord könnten Verletzte versorgt werden. "Wir haben die Möglichkeit, am Heck über eine Rampe Leute an Bord zu nehmen und auch entsprechend Rettungsinseln mit rauszunehmen, um erst mal die überfüllten Boote zu entlasten", so Salm-Hain.

Ab März in Griechenland

Eingesetzt werden soll die "Minden" in der Ägäis, wo beinahe täglich Hunderte Menschen mit kaum seetauglichen Booten ankommen. "Alle Beteiligten sind eng mit dem Rettungsdienst verbunden und sehen das auch als ihr Handwerk und ihre Passion", so Salm-Hain. "Wir sagen, es geht uns nicht nur an, was in Deutschland an Seenotfällen passiert, sondern auch, was in Europa passiert." Im März soll das Rettungsschiff in Griechenland eintreffen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2016 | 13:00 Uhr