Stand: 22.10.2017 10:40 Uhr

Sechs Frauen erhalten "Goldene Bild der Frau"

Unter dem Motto "Starke Frauen für ein starkes Land" haben am Samstagabend in Hamburg sechs Preisträgerinnen die "Goldene Bild der Frau" erhalten. Die Ehrungen von der Frauenzeitschrift "Bild der Frau" der Funke Mediengruppe wurden an Bord der "AIDA prima" vergeben. Prominente Gäste wie die Schauspieler Herbert Knaup und Sophie Wepper führten die Preisträgerinnen vor der Gala über den roten Teppich. "Bei der 'Goldenen Bild der Frau' werden Frauen ausgezeichnet, die etwas getan haben - mehr als man tun muss", sagte Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD). Kai Pflaume moderierte die Veranstaltung.

"Aus Fremden Freunde machen"

Fünf der Frauen setzen sich ehrenamtlich für ganz unterschiedliche Projekte ein. Julia Cissewski aus Leipzig kümmert sich mit ihrem Verein "Orang-Utans in Not" um verwaiste und verletzte Menschenaffen in Indonesien. Ninon Demuth aus Berlin bringt mit ihrem Verein "Über den Tellerrand" Geflüchtete und Einheimische zusammen - etwa durch gemeinsames Kochen. Aus Fremden Freunde zu machen sei ihr erklärtes Ziel, sagte die 27-Jährige. Der Preis tue ihr unheimlich gut.

Schlaganfall-Kinder, Zwangsarbeit und Krebs

Wenn Kinder einen Schlaganfall erleiden, verändert dieser oft dauerhaft der Alltag der Familien. Damit sie sich nicht allein gelassen fühlen, hat Anja Gehlken aus Rödinghausen den Verein "Schaki" gegründet. Die Selbsthilfegruppe soll sowohl Kinder nach einem Schlaganfall als auch die Familien unterstützen. Auch Bettina Landgrafe aus Hagen will mit ihrem Verein "Madamfo Ghana" Kindern helfen. 2001 reiste die heute 40-jährige Krankenschwester zum ersten Mal nach Ghana. Seitdem setzt sie sich unter anderem gegen Kinderhandel ein und befreit Betroffene aus Zwangsarbeit. Die fünfte Preisträgerin Barbara Stäcker schenkt Krebspatientinnen neuen Mut. Nach dem Tod ihrer Tochter im Jahr 2012 gründete die Münchnerin den Verein "Recover Your Smile".

Die "Bild der Frau"-Chefredakteurin Sandra Immoorer und der Moderator Kai Pflaume stehen am 21.10.2017 in Hamburg während der Verleihung der "Goldenen Bild der Frau" auf der Bühne. © dpa - Bildfunk Fotograf: Georg Wendt/dpa

"Goldene Bild der Frau" für soziales Engagement

NDR 90,3 -

Sechs Preisträgerinnen sind mit der "Goldenen Bild der Frau" für ihr soziales Engagement ausgezeichnet worden. Bei der Gala auf der "AIDA prima" waren auch viele Prominente dabei.

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"Sonderpreis Zivilcourage": Hinschauen statt wegsehen

Die Altenpflegerin Sylke Hoß bekam außerdem den "Sonderpreis Zivilcourage" der "Goldenen Bild der Frau". Die 37-jährige Hamburgerin hatte Missstände im Pflegeheim ihres früheren Arbeitgebers aufgedeckt. Als die Vorgesetzten nicht auf ihre Hinweise reagierten, informierte sie schließlich die staatliche Heimaufsicht, wodurch die Missstände öffentlich wurden. Doch für ihr Eingreifen bekam Hoß statt Lob die Kündigung. Sie saß nichtsahnend im Publikum, als Richard Vogt, Bewohner des Altenheims, in dem die Hamburgerin heute arbeitet, auf die Bühne kam, um ihr für ihr couragiertes Handeln zu danken. Dass die Richtigen auf der Bühne stünden, sei für das Team der "Goldenen Bild der Frau" das Schönste, sagte "Bild der Frau"-Chefredakteurin Sandra Immoor am Sonnabend: "Starke Frauen, die zeigen, was man mit klugen Ideen und Leidenschaft bewirken kann."

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 22.10.2017 | 19:30 Uhr

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