Stand: 23.06.2015 14:30 Uhr

Schulbehörde baut Ganztagsbetreuung aus

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Alle Schüler sollen künftig ganztags und in den Ferien betreut werden.

Hamburgs Schulbehörde will die Betreuung von behinderten Schülern verbessern und ab dem kommenden Schuljahr an allen 13 Sonderschulen Ganztags- und Ferienangebote ausbauen. Bisher gab es ausgerechnet an den Schulen für geistig und körperlich Behinderte weniger Ganztagsbetreuung als an den Grund- und Stadtteilschulen - trotz eines entsprechenden Rechtsanspruchs in Hamburg. Doch bislang ließ sich das laut Schulbehörde nicht organisieren.

Drei Pädagogen für neun Kinder

Ab dem kommenden Schuljahr werde diese Lücke geschlossen, sagte Schulsenator Ties Rabe am Dienstag. "In Zukunft möchten wir allen Schülern und Schülerinnen ermöglichen, dass sie sogar bis 18 Uhr in der Schule betreut werden können", so der Senator. Möglich mache das eine Kooperation mit den Behindertenhilfe-Vereinen "Leben mit Behinderung" und dem "BHH Sozialkontor", die sicherstellen, dass mindestens drei Pädagogen für maximal neun Kinder zuständig sein werden.

Neu ist ab dem nächsten Schuljahr auch, dass berufstätige Eltern für maximal 90 Euro in der Woche eine Ferienbetreuung dazubuchen können. Je nach Einkommen zahlen die Eltern entsprechend weniger. Die Schulbehörde bezuschusst die neuen Regelungen und die Schul- und Sozialbehörde rechnen mit rund fünf Millionen Euro Mehrkosten im Jahr.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 23.06.2015 | 14:00 Uhr