Stand: 12.08.2015 13:43 Uhr

Saugbagger auf der Elbe im Dauereinsatz

von Reinhard Postelt, NDR 90,3

Die Trockenheit im Süden und der Mitte Deutschlands wirkt sich auch auf den Hamburger Hafen aus. Wegen des geringen Wasserzulaufs muss in der Elbe stärker gebaggert werden, um die für die Schifffahrt erforderliche Wassertiefe zu halten. Mithilfe des Saugbaggers "Alexander von Humboldt" kämpft die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) gegen die Verschlickung der Elbe.

Unterwegs mit dem Saugbagger auf der Elbe

Je eine Stunde lang saugt sich das 121 Meter lange und 24 Meter breite Spezialschiff voll, dann geht es sieben Stunden lang Richtung Nordsee. Maik Bohne, Leiter des Kompetenzcenters Elbe der HPA ist mit an Bord, während das Schiff unter der Köhlbrandbrücke baggert: "Die 'Alexander von Humboldt' ist zehn Wochen im Einsatz und bringt in diesem Zeitraum bis zu eine Million Kubikmeter Sediment in die Nordsee." Das Sediment wird vorher streng untersucht, belasteter Schlick kommt mithilfe kleiner Bagger an Land.

Mehr Schlick in den Hafenbecken

In diesem trockenen Sommer müsse man mehr baggern als sonst, sagte HPA-Experte Bohne zu NDR 90,3. "Dadurch, dass ein sehr geringer Oberwasserabfluss aus der Elbe kommt - also wenig Wasserstand da ist - ist der Ebbstrom nicht mehr so stark, der sonst die Sedimente auf natürliche Weise aus dem Hafen bringt. Das führt auch zu einer stärkeren Sedimentation." Also mehr Schlickablagerungen in den Hafenbecken.

Die Aufrechterhaltung der Wassertiefe im Hafen ließ sich Hamburg zuletzt 47 Millionen Euro pro Jahr kosten. Dieses Jahr kann es etwas teurer werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.08.2015 | 13:00 Uhr