Stand: 08.05.2017 06:07 Uhr

SH-Wahl: Hamburgs SPD ist enttäuscht

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat sich einen anderen Ausgang der Landtagswahl in Schleswig-Holstein erhofft. "Das Wahlergebnis für die SPD Schleswig-Holstein ist enttäuschend", sagte der SPD-Bundesvize am Sonntagabend. Die Regierungsbildung beim nördlichen Nachbarn Hamburgs werde nun sicherlich kompliziert. "Es kann sein, dass sie lange Zeit benötigt." Scholz hatte Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) im Wahlkampf unterstützt.

CDU ist zufrieden und gratuliert

Die Hamburger CDU ist mit dem Ergebnis zufrieden. Das ist nicht weiter überraschend, hat doch die CDU in Schleswig-Holstein die Landtagswahl am Sonntag nach den bisherigen Hochrechnungen mit 32,0 Prozent klar gewonnen. Die SPD kam nur auf 27,2 Prozent. "Das ist ein Signal für die Bundestagswahl", meinte Hamburgs CDU-Landeschef Roland Heintze. "Herzlichen Glückwunsch an Daniel Günther." Der CDU-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein habe einen "echt guten Job gemacht und den Schulz-Zug nun endgültig zum Stehen gebracht."

Auch Anna von Treuenfels-Frowein von Hamburgs FDP sieht den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz nun beschädigt. "Ich glaube, der Wähler hat entschieden, dass die bürgerliche Mitte wieder gestärkt wird und das werden wir im Bundestag wiederfinden", so Treuenfels. "Der Schulz-Effekt ist damit hoffentlich endlich weg."

Liveblog aus SH

Liveblog zum Nachlesen: Günther findet CDU-Wahlsieg "geil"

Die CDU erhält bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein die meisten Stimmen. Spitzenkandidat Daniel Günther euphorisch: "Was haben wir da Geiles geschafft." Alle Infos im Liveblog. mehr

Grüne "grandios", Linke schweigsam

Hamburgs Grüne Landeschefin Anna Galina sprach von einem "grandiosen grünen Ergebnis", das Zuversicht für die Bundestagswahl mache. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben die Grünen in Schleswig-Holstein 12,9 Prozent der Stimmen bekommen.

Bernd Baumann von der AfD freute sich über 5,9 Prozent und den damit elften Einzug in ein Landesparlament seiner Partei in Folge. "Das war extrem schwer für die AfD dieses Mal", sagte Baumann. "Unsere Plakate waren nach wenigen Stunden schon zerstört." Ungewohnt leise äußerte sich Hamburgs Linken-Fraktionschefin Cansu Özdemir: Es habe nicht gereicht, weil man schon vorher nicht im Landtag war. Die Linke scheiterte deutlich mit 3,8 Prozent am Einzug in den Kieler Landtag.

"Nicht dem Spitzenkandidaten anlasten"

Hamburgs SPD-Fraktionschef Andreas Dressel zeigte sich überrascht, dass die Kieler SPD im Endspurt des Landtagswahlkampfes strauchelte. "Man wird gucken müssen, was sich auf den letzten Metern in Schleswig-Holstein verändert hat", sagte er. "Das würde ich auf jeden Fall nicht dem Spitzenkandidaten auf Bundesebene anlasten."

Nach der Abwahl der sogenannten Küstenkoalition aus SPD, Grünen und SSW gibt es in Kiel nun mehrere Koalitionsmöglichkeiten: Sie reichen von Schwarz-Rot über Schwarz-Grün-Gelb bis hin zu Rot-Gelb-Grün.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.05.2017 | 06:00 Uhr

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