Stand: 15.03.2016 12:06 Uhr

Rickmers-Reederei macht Millionenverlust

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Bertram Rickmers betreibt die Reederei in fünfter Generation.

Die traditionsreiche Rickmers-Reederei hat im vergangenen Jahr mehr als 135 Millionen Euro Verlust gemacht. Wie NDR 90,3 berichtete, prüft das Unternehmen deshalb ein umfangreiches Sparpaket. Auch die mehr als 2.300 Mitarbeiter weltweit könnten betroffen sein.

Wertverlust der Schiffe macht Probleme

Bertram Rickmers betreibt die Reederei in fünfter Generation. Das Hamburger Unternehmen ist fast 200 Jahre alt. Jetzt aber hat die Krise in der weltweiten Schifffahrt die Reederei hart erwischt: Zwar sind die Umsätze im laufenden Geschäft etwas gestiegen. Die Schiffe selbst sind allerdings inzwischen längst nicht mehr so viel wert, wie es in den Büchern steht. Das Vermögen der Reederei muss abgewertet werden.

Personalabbau ist nicht ausgeschlossen

Besserung ist nicht in Sicht: Für das laufende Jahr rechnet Rickmers mit sinkenden Umsätzen und einem noch schlechteren Ergebnis. Deshalb sollen unter anderem einzelne Unternehmensteile verkauft und "die Kostenstrukturen optimiert werden", so Rickmers wörtlich. Auf Nachfrage von NDR 90,3 schloss ein Sprecher des Unternehmens Personalabbau nicht aus. Für Details zu den Sparplänen sei es aber noch zu früh. Die Firma von Bertram Rickmers' Bruder Erck ist von diesen Vorgängen nicht betroffen.

Kritik wegen zusätzlicher Zahlungen

Reederei-Eigentümer Bertram Rickmers war in den vergangenen Monaten in die Kritik geraten, weil er trotz der schlechten Lage in der Schifffahrt einen Millionenbetrag kassiert: Seit Kurzem zahlt ihm das Unternehmen Lizenzgebühren für die Nutzung des Namens und der Rickmers-Flagge.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.03.2016 | 12:00 Uhr