Stand: 03.02.2016 06:00 Uhr

Rahlstedt: Zentrale Erstaufnahme später fertig

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In Rahlstedt sollen alle Flüchtlinge registriert werden, die nach Hamburg kommen. Danach sollen sie verteilt werden. (Themenbild)

Der Umbau der drei Gewerbehallen für die neue Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung im Hamburger Stadtteil Rahlstedt dauert länger als geplant. Ende Februar sollte es auf dem Gelände am Bargkoppelweg eigentlich losgehen, aber nach Informationen von NDR 90,3 verzögert sich die Eröffnung bis zum Sommer.

Kosten bei 41,5 Millionen Euro

Der Umbau ist das zentrale Projekt für ein neu organisiertes Aufnahmeverfahren in Hamburg. Grund für die Verzögerung bei den Bauarbeiten sind laut einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der FDP-Bürgerschaftsabgeordneten Jennifer Dutschke unter anderem Statikprobleme. Auch die Ausschreibung für die unterschiedlichen Gewerke habe länger gedauert als geplant. Laut Senat werden die Kosten für das neue Aufnahmezentrum bislang auf 41,5 Millionen Euro geschätzt.

Zentrales Ankunftszentrum für Flüchtlinge

In den drei umgebauten Gewerbehallen für bis zu 2.000 Flüchtlinge soll die Erstaufnahme in Hamburg künftig räumlich und strukturell ganz neu organisiert werden. In dem zentralen Ankunftszentrum sollen Flüchtlinge registriert und medizinisch untersucht werden. Dort können sie auch ihre Asylanträge stellen, bevor sie nach spätestens sieben Tagen auf andere Standorte der Erstaufnahme in der Stadt verteilt werden. Alle zuständigen Behörden, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, sollen mit Außenstellen vertreten sein.

Ehemaliger Baumarkt Ende der Woche bezugsfertig

Unterdessen kann die nahegelegene Erstaufnahmeeinrichtung in einem leer stehenden ehemaligen Baumarkt im Hellmesbergerweg für 800 Schutzsuchende laut NDR 90,3 Ende dieser Woche in Betrieb gehen. Geplant war hier der Start bereits für Mitte Dezember 2015.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.02.2016 | 06:00 Uhr

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