Stand: 16.09.2016 19:14 Uhr

Rabe: 700 Millionen Euro für Berufsschul-Ausbau

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Fast so viel Geld wie für die Elbphilharmonie: Schulsenator Rabe hob die Investitionen der Stadt für Berufsschulen hervor.

Mit dem ersten Schülerzuwachs seit langem sind die Berufsschulen ins neue Schuljahr gestartet. Wie NDR 90,3 berichtete, haben die Hamburger Berufsschulen rund 2.000 Schüler und Auszubildende mehr begrüßen können als im Vorjahr. Insgesamt waren es 53.100 junge Menschen. Wie Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Freitag mitteilte, ist der Zuwachs vor allem durch junge Flüchtlinge und Einwanderer zu erklären. Ihretwegen seien an den Berufsschulen auch 260 zusätzliche Lehrer eingestellt worden, sagte der Geschäftsführer des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung - HIBB, Rainer Schulz.

Rabe: Ähnliche Investitionshöhe wie bei der Elbphilharmonie

Gleichzeitig sinkt nach Angaben von Rabe die Zahl der Berufschulen von 44 auf 32. Dies sei jedoch keine Zurückfahren, sondern eine konzentrierte Modernisierung. Obwohl es weniger Lernorte gebe, betreibe die Stadt ein enormes Ausbauprogramm, sagte Rabe. Insgesamt investiere Hamburg 700 Millionen Euro in die Berufsschule. Das sei quasi nochmal eine Elbphilharmonie für die Bildung, so Rabe.

Kaufleute dominieren die Ausbildungssparten

Die größte Gruppe unter den Berufsschülern bilden demnach die Kaufleute mit mehr als 3.500 Schülern im Einzelhandel sowie dem Groß- und Außenhandel. Den geringsten Anteil mit jeweils nur einem Azubi an Hamburgs Berufsschulen stellten die Fotomedienfachleute, Modenäher, Polster- und Dekorationsnäher sowie die Speiseeishersteller. In einigen Bereichen herrscht große Knappheit: Zurzeit gibt es lediglich 20 angehende Schlachter. 50 zusätzliche könnten ausgebildet werden, mit besten Berufschancen, hieß es. Viele Berufe stellten zunehmend hohe Ansprüche an die Bewerber. So erkläre sich der Anstieg im Abiturienten-Anteil unter den Berufsschülern auf 39,5 Prozent.

FDP fordert Übergangsprogramme für Flüchtlinge

Mit Blick auf die jugendlichen Flüchtlinge forderte die FDP-Schulexpertin Anna von Treuenfels-Frowein spezielle Übergangsprogramme, damit diese zügig in Ausbildung und Arbeit integriert werden können. Die Linken kritisierten, dass immer noch zu viele junge Menschen in Vorbereitungsmaßnahmen feststecken statt eine Ausbildung zu beginnen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.09.2016 | 17:00 Uhr

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