Stand: 10.05.2015 20:07 Uhr

"Perfekter Ausklang" für den Hafengeburtstag

Pünktlich zur großen Auslaufparade hat beim 826. Hamburger Hafengeburtstag die Sonne vorbeigeschaut. Zu den Klängen des Liedes "Time to Say Goodbye" fuhren etwa 300 Schiffe vorbei an Zehntausenden Besuchern. Das polnische Segelschulschiff "Dar Mlodziezy" und die "Alexander von Humboldt II" führten den maritimen Zug über die Elbe an. "Nicht nur die Windrichtung, sondern die gesamten Wetterverhältnisse sind heute ideal", sagte Hafenkapitän Jörg Pollmann. Es sei der perfekte Ausklang für drei wetterbedingt durchwachsene Tage. Die Veranstalter zeigten sich insgesamt zufrieden. Etwa eine Million Besucher kamen an die Landungsbrücken.

Partymarathon verläuft friedlich

"Es ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben", zog Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Sonntag Bilanz. Künftig sollten noch weitere Stadtteile in das Fest einbezogen werden. Horch sagte, die Organisatoren wollten langfristig "weg von der reinen Meile, wo es Bier und Brötchen gibt". Laut Polizei verlief der dreitägige Partymarathon sehr friedlich. Es habe keine größeren Vorfälle gegeben.

Kurze Irritation rief bei manchem Besucher am Sonntagnachmittag die DDR-Hymne hervor, die beim Einlaufen der MS "Stubnitz" ertönte. Es liege aber kein Fehler vor, bestätigte eine Sprecherin. Aus historischen Gründen sei für das ehemalige Kühlschiff der DDR-Fischfangflotte diese Hymne gewählt worden.

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Wolkenbruch zum Raketen-Spektakel

Am Sonnabend war das Wetter den ganzen Tag über ziemlich durchwachsen gewesen - und zum großen Feuerwerk am Abend setzte ein kräftiger Regenguss ein. Gerade als der Beginn durch Schiffshörner angekündigt wurde und die ersten Raketen die Elbe in buntes Licht tauchten, begann es wie aus Kübeln zu schütten. Das Spektakel war wegen des auffrischenden Windes extra um zehn Minuten vorverlegt worden - genau in den Schauer hinein. Die Besucher schützten sich mit Regenschirmen und Capes. Anschließend verließ das Kreuzfahrtschiff "AIDAbella", über dem das Feuerwerk gezündet wurde, den Hafen, gefolgt von der "Artania".

Schlepper-Pirouetten zu Walzer und Rockmusik

Am Samstagnachmittag hatte das traditionelle Schlepperballett Schaulustige ans Elbufer gelockt. Bei ordentlichem Wellengang und starkem Wind drehten dabei fünf Schlepper ihre Pirouetten - zu Wiener Walzer und Rockmusik. Die bis zu 5.000 PS starken Kraftprotze kamen bis auf ein paar Meter an die Landungsbrücken heran. Dort schauten sich weniger Menschen als erwartet die Aufführung an. "Es ist schon etwas lichter als sonst", sagte eine Sprecherin des Veranstalters.

"Queen Elizabeth" zu Besuch

Begonnen hatte der zweite Festtag am Morgen mit dem Einlaufen des Kreuzfahrtschiffes "Queen Elizabeth". Zugleich legte an der Überseebrücke das Museumsschiff "Cap San Diego" zu einer mehrstündigen Rundfahrt ab. Nachdem es am Abend wieder am Hafen angelegt hatte, wurde es für Partygänger in die "Cap San Disco" umgewandelt - mit Musik auf vier Ebenen. An der Fischauktionshalle führten beim "HafenGAYburtstag" Dragqueens durch ein Showprogramm.

Partnerland Niederlande präsentiert sich an der Kehrwiederspitze

Noch bis Sonntagabend amüsierten sich die Besucher auf der sechs Kilometer langen maritimen Meile entlang der Elbe. Das Partnerland Niederlande wurde durch die Hansestadt Groningen vertreten. Der Gast präsentierte sich an der Kehrwiederspitze, unter anderem mit einem 100 Jahre alten Wattensegler und kulinarischen Spezialitäten.

Insgesamt lockte das Unterhaltungsprogramm an den drei Festtagen mit etwa 200 Programmpunkten. Viele Bands heizten mit Live-Musik den Besuchern ein, die sich an unzähligen Imbiss-Ständen stärken konnten. Auch der NDR präsentierte sich mit einer großen Showbühne am Alten Elbtunnel.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.05.2015 | 18:00 Uhr