Stand: 06.12.2017 13:58 Uhr

Nur 200 Millionen Euro für die HSH Nordbank?

Für die angeschlagene HSH Nordbank bieten potenzielle Käufer angeblich nur rund 200 Millionen Euro. Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" ist das das aktuell höchste Gebot von US-amerikanischen Finanzinvestoren.

Die Hamburger Finanzbehörde will das angebliche Gebot weder bestätigen noch dementieren. Thilo Kleibauer, haushaltspolitischer Sprecher der CDU in der Bürgerschaft, sagte NDR 90,3, er habe den Eindruck, dass hier Schnäppchenjäger der internationalen Finanzszene unterwegs seien. Unter den Bietern, mit denen Hamburg und Schleswig-Holstein derzeit hinter verschlossenen Türen verhandeln, sei keine einzige Bank. Für Kleibauer ist aber nicht nur der Kaufpreis wichtig, sondern auch, für welche Summen die Länder tatsächlich bürgen müssen.

Linke: Abwicklung möglicherweise besser

Michael Kruse von der FDP forderte, dass die Bürgerschaft von allen Angeboten und Szenarien erfährt, bevor sich der Senat durch Unterschriften bindet. Der Verkauf der HSH Nordbank ist für Kruse aber schon jetzt absehbar kein Erfolg. Norbert Hackbusch von der Linken bringt erneut eine kontrollierte Abwicklung der Bank ins Gespräch. Dies sei für Hamburg und die Region sowie für die Mitarbeiter möglicherweise besser, als wenn ein Finanzinvestor Teile der HSH Nordbank verscherbelt.

Verkauf muss bis Ende Februar besiegelt sein

Nach dem Willen der EU-Kommission muss der Verkauf der Bank bis Ende Februar unter Dach und Fach sein. Anderenfalls muss die HSH Nordbank abgewickelt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.12.2017 | 13:00 Uhr

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