Stand: 02.11.2015 13:47 Uhr

Neugraben-Fischbek: Millionen für Baugebiet

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Bausenatorin Stapelfeldt: Die Kosten für das Baugebiet haben nichts mit den Flüchtlingsunterkünften zu tun. (Archivfoto)

Die Entwicklung des Wohngebiets Vogelkamp in Neugraben-Fischbek kostet Hamburg 46 Millionen Euro. Diese hohe Investition soll laut Stadtentwicklungsbehörde aber nicht mit den nebenan liegenden Großunterkünften für Flüchtlinge zusammenhängen, wie NDR 90,3 berichtete.

Rund 1.500 Wohnungen sollen entstehen

1.500 private Wohnungen sollen am S-Bahnhof Neugraben entstehen. Jede einzelne wird mit mehr als 30.000 Euro vom Senat subventioniert. Dafür beantragt er noch diese Woche 46 Millionen Euro bei der Hamburgischen Bürgerschaft. Die Grundstücke werden so teuer, weil auf ihnen nur noch halb so viele Wohnungen geplant sind, dafür mehr Einzelhäuser. Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) sieht auch den matschigen Boden mitverantwortlich: "Weil wir uns im Marschenland bewegen, weil der Boden aufgehöht werden musste - um über 2,50 Meter. Das hat für ein so großes Gebiet schon erhebliche Kosten."

Rückzieher wegen Flüchtlingsunterkünften

Das Defizit habe nichts mit den direkt benachbarten Flüchtlingsunterkünften zu tun. Dort sollen schon im kommenden Jahr insgesamt rund 4.000 Asylbewerber unterkommen, was in Neugraben-Fischbek zu Protesten führt. Zudem haben vier Grundstücksinteressenten ihre Reservierungen zurückgegeben, etwa ein Dutzend verhandelt darüber noch. Die Bausenatorin will aber keine Preisrabatte für die Baugrundstücke. Mit rund 200 Euro pro Quadratmeter zählten sie schon zu den billigsten Hamburgs, so Stapelfeldt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.11.2015 | 13:00 Uhr