Stand: 18.05.2017 14:11 Uhr

Neue Müllgebühr: Senat legt konkrete Pläne vor

Schluss mit Kippen und Unkraut: Auch vor der eigenen Haustür soll es ab dem kommenden Jahr sauberer werden. Der Hamburger Senat hat seine Pläne für eine neue Müllgebühr konkretisiert. Wieviel genau auf jeden Haushalt zukommt, zeigt der Entwurf einer Senatsdrucksache, die NDR 90,3 vorliegt.

70 Euro mehr für Durchschnitts-Einfamilienhaus

Zukünftig sollen sich Anlieger an den Kosten für mehr Sauberkeit vor ihrer Haustür beteiligen - mit 59 Cent pro Frontmeter und Monat. Umgerechnet heißt das: Wer ein durchschnittlich großes Einfamilienhaus besitzt, muss sich auf 70 Euro Mehrkosten pro Jahr einstellen. Mieter in einem Mehrfamilienhaus sollen durchschnittlich 10 Euro pro Jahr zusätzlich zu den bisherigen Entsorgungsgebühren zahlen.

Doppelt so viele Mitarbeiter und neue Ausstattung für die Stadtreinigung

Mit der neuen Gebühr will die Stadt jährlich 27 Millionen Euro einnehmen. Das Geld soll dafür verwendet werden, in Hamburg künftig häufiger und gründlicher sauber zu machen: In Parks, auf Straßen, Gehwegen und Radwegen - und eben auch in den Wohngebieten. Die Stadtreinigung soll dafür doppelt so viele Mitarbeiter und neue Geräte bekommen. Außerdem soll sich eine Spezialtruppe um akute Müllprobleme kümmern.

FDP gegen die Müllgebühr

Scharfe Kritik an diesen Plänen kommt von der Hamburger FPD. Der Bürgermeister werbe ständig damit, dass er Wohnen in Hamburg billiger machen werde und kassiere Mieter und Eigentümer hintenrum ab, sagte FDP-Wirtschaftsexperte Michael Kruse.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.05.2017 | 13:00 Uhr

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