Stand: 17.10.2016 11:33 Uhr

Neue Details zur U 5 veröffentlicht

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Die Strecke von der City Nord bis nach Bramfeld soll in etwa zehn Jahren in Betrieb genommen werden.

Die neue U-Bahn-Linie 5 gilt als eines der größten Verkehrsbauprojekte Hamburgs in den nächsten Jahren. Jetzt hat die Stadt auf ihrem Transparenz-Portal weitere Details zum Neubau mitgeteilt, wie NDR 90,3 am Montag berichtete. Neben bekannten Planungen, wonach die Züge der U 5 ohne Zugführer fahren und die Stationen durch doppelte Türen gegen Stürze auf die Gleise gesichert werden sollen, zeigen Grafiken in einer aktuellen Machbarkeitsuntersuchung, dass die Züge voraussichtlich in einer Doppelröhre fahren werden. Bisher war auch ein Bau von zwei separaten, dünneren Röhren in Betracht gezogen worden.

Eine oder zwei Röhren?

Laut der Studie wäre der Bau von einer einzigen, dickeren Röhre einfacher, kostengünstiger, risikoärmer und zudem schneller machbar. Zudem gibt es laut Hochbahn wesentlich weniger rechtliche Hürden zu bewältigen. Demnach bräuchten zwei schmale Tunnel nebeneinander insgesamt deutlich mehr Platz. Somit müsste man mehr Privatgrundstücke berücksichtigen: Der Umfang wäre mit 79.000 Quadratmetern Bodenfläche mehr als doppelt so groß wie bei einer Röhre (34.000 Quadratmeter). Der Denkmalschutz gilt den Experten zufolge als unproblematisch. Demnach müsste man drei geschützte Fußgängerbrücken in der City Nord abbrechen. Landschaftsschutzgebiete sind laut Studie nicht betroffen.

Milliardenschweres Bauprojekt

Der Bau der U 5 wird es nach Angaben der Stadt mehrere Milliarden Euro verschlingen. Nach ihrer Fertigstellung soll die U 5 die Innenstadt mit Stadtteilen verbinden, die bisher lediglich über Busse erschlossen sind. Insbesondere die Großwohnsiedlungen in Lurup, Osdorf und Steilshoop verfügen demnach noch nicht über einen ausreichenden Anschluss an den ÖPNV. Über die Linienführung der U 5 im Hamburger Westen gibt es allerdings noch keine Einigkeit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.10.2016 | 12:00 Uhr

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