Stand: 03.11.2015 09:16 Uhr

Medienkompetenz: Sind Hamburgs Schüler fit?

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FDP und Landesmedienanstalt sind der Ansicht, dass Hamburger Schülern nicht genug Medienkompetenz vermittelt wird.

Die FDP fordert einen besseren Unterricht zu Medien und Computern an Hamburgs Schulen. Das berichtete NDR 90,3 am Dienstag. Nach Ansicht der Opposition werde ein zwei Jahre altes Programm des Senats so gut wie gar nicht umgesetzt. Grabesstille und Stillstand herrsche beim Thema Medienkompetenz, heißt es. Auch mit den Grünen geht die FDP hart ins Gericht. Der jetzige Koalitionspartner habe sich vor der Wahl noch für Informatik als Pflichtfach an allen Schulen stark gemacht. Jetzt gebe es dazu nur schwammige Absichtserklärungen.

"Schulen halten mit digitaler Welt nicht mit"

Auch die Landesmedienanstalt für Hamburg und Schleswig-Holstein äußert Kritik. Sie kommt in einer Untersuchung zu dem Schluss, dass die Medienbildung an den Schulen mit dem schnellen Wandel der digitalen Welt nicht mithalte. Diese müsse zwingender Bestandteil der Lehrerausbildung sein, sagt die Medienaufsicht.

Schulbehörde verweist auf iPad-Klassen

Die Schulbehörde wehrt sich gegen die Kritik. Zum einen verweist sie auf einen in Hamburg laufenden Versuch mit sogenannten iPad-Klassen. Dieser Testlauf werde von der Universität ausgewertet und solle den Unterricht an allen Schulen verändern. Gleichzeitig setze sich Schulsenator Ties Rabe (SPD) auf der Ebene der Kultusminister dafür ein, dass Lehrpläne und Lehrerausbildung bundesweit geändert würden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.11.2015 | 08:00 Uhr