Stand: 23.01.2016 14:24 Uhr

Mann stürzt in Elbe - Blindenhund bleibt zurück

Noch immer fehlt jede Spur von einem blinden Mann, der am Freitagabend in die Elbe gestürzt ist. Das erklärte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der blinde 53-Jährige war am Fähranleger Teufelsbrück in Nienstedten aus bisher ungeklärter Ursache in die Elbe gefallen. Trotz eines Großeinsatz von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei blieb die sofort eingeleitete Suchaktion erfolglos. Man müsse davon ausgehen, dass der Mann inzwischen tot ist, sagte der Polizeisprecher.

Rettungsring kam zu spät

Mehrere Menschen in einem Restaurant am Fähranleger hatten Hilferufe und das Bellen eines Blindenhundes gehört, wie NDR 90,3 berichtete. Als die Gäste hinauseilten, sahen sie einen Mann in der Elbe treiben. Sie warfen ihm einen Rettungsring zu, der blinde 53-Jährige aus dem schleswig-holsteinischen Schenefeld bekam ihn aber nicht mehr zu fassen, weil er schon zu weit abgetrieben war.

An der folgenden Suchaktion beteiligten sich acht Boote der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei sowie drei Lotsenboote und eine Fähre. Außerdem setzte die Bundespolizei einen Hubschrauber ein, und vom Land aus suchten Streifenwagen die Uferböschung ab - ohne Erfolg. Streifen der Wasserschutzpolizei und Einsatzkräfte an Land seien nun angewiesen, nach dem Mann Ausschau zu halten, hieß es. Eine erneute Suchaktion sollte aber wegen der geringen Überlebenschancen nicht mehr eingeleitet werden.

Blindenhund kam ins Tierheim

Nach rund zweieinhalb Stunden musste die Suche nach dem 53-Jährigen abgebrochen werden. Der Blindenhund wurde die Nacht über mit auf eine Polizeiwache genommen und kam am Sonnabend in das Tierheim in der Süderstraße.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.01.2016 | 11:00 Uhr