Stand: 27.02.2016 18:19 Uhr

Kurden demonstrieren gegen Angriffe der Türkei

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Etwa 1.000 Kurden zogen durch die Hamburger Innenstadt.

Etwa 1.000 Menschen haben am Sonnabend in Hamburg gegen das militärische Vorgehen der Türkei gegen die Kurden demonstriert. Ihr Protest richtete sich auch gegen Waffenexporte von Hamburg aus in die Region. Die Teilnehmer zogen unter dem Motto "Gegen den Krieg in Kurdistan, für das Selbstverwaltungsrecht des kurdischen Volkes" durch die Innenstadt.

Kritik an Staatspräsident Erdogan

Der Protest sei friedlich geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Ein Bündnis von kurdischen, türkischen und deutschen Organisationen hatte zu der von der Linken angemeldeten Demonstration aufgerufen. Seit mehreren Monaten führe das türkische Regime unter Führung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan einen "erbarmungslosen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung", kritisierten die Organisatoren.

In einem Aufruf zu der Demonstration hatten die Organisationen erklärt, dass Oppositionelle, regierungskritische Journalisten und kurdische Politiker inhaftiert seien. "Ihnen drohen langjährige bis lebenslange Haftstrafen", hieß es weiter. Immer wieder werde auch von Folter und Misshandlungen durch Polizei und Militär berichtet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.02.2016 | 15:00 Uhr