Stand: 16.07.2015 11:41 Uhr

Kerstan will weitere Tempolimits in Hamburg

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Umweltsenator Jens Kerstan will Logistikunternehmen für abgasarme Fahrzeuge belohnen.

Hamburgs Autofahrer müssen sich auf weitere Beeinträchtigungen einstellen: Im Kampf gegen dreckige Luft und Lärm will Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) weitere Tempolimits auf den Straßen der Hansestadt einführen.

"Gutachter überprüfen diverse Straßen"

Auf der Harburger Chaussee auf der Veddel müssen Autofahrer schon jetzt ab 22 Uhr langsamer fahren. Bald soll diese Regelung auch anderswo gelten, kündigte der Umweltsenator im Sommerinterview mit NDR 90,3 an. "Es sind Gutachter beauftragt worden, jetzt diverse Straßen zu überprüfen, inwieweit man dort Tempo 30 einführen kann."

Keine Diesel-Dienstwagen mehr

Bekommt Hamburg seine Probleme mit der schlechten Luft nicht in den Griff, drohen millionenschwere Strafzahlungen. Die Stadt wolle deshalb künftig auf Diesel-Dienstwagen verzichten. Förderprogramme sollen Logistikunternehmen ermuntern, auf abgasarme Fahrzeuge umzurüsten. Auch die Hadag-Fähren und andere Schiffe im Hafen sollen sauberer werden.

Moorburg soll überprüft werden

Ausdrücklich begrüßte der Umweltsenator die jüngste EuGH-Entscheidung, wonach sich der ökologische Zustand eines Flusses nicht durch menschliche Eingriffe verschlechtern darf. Nun habe man endlich Klarheit, so Kerstan. Experten seiner Behörde prüften jetzt, inwiefern dieses Urteil auch Einfluss auf das neue Kohlekraftwerk in Moorburg habe. Für seinen Betrieb werden große Wassermengen aus der Elbe entnommen. Umweltschützer befürchten, dass das zu einem weiteren Fischsterben führen wird.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Thema der Woche | 16.07.2015 | 12:00 Uhr

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