Stand: 08.09.2017 12:02 Uhr

Katja Suding: Hoffnungsträgerin der FDP

Die FDP steht im laufenden Bundestagswahlkampf vor einer besonderen Aufgabe: Die Partei will es zurück in den Bundestag schaffen. Denn in den vergangenen vier Jahren blieb sie außen vor. Doch die Chancen und Umfragen stehen gut. Das scheint zum Teil auch ein Verdienst der Hamburger Spitzenkandidatin Katja Suding zu sein. Noch ist die Hamburger Parteivorsitzende auch Fraktionschefin im Rathaus. Doch nach der Bundestagswahl am 24. September könnte ein Wechsel nach Berlin anstehen.

Zuhause im Hamburger Westen

Ein sonniger Sonnabendvormittag in Blankenese - ein Teil Hamburgs, der bekanntlich auch wirtschaftlich eher auf der Sonnenseite liegt. Katja Suding macht direkt neben dem Wochenmarkt Wahlkampf, in ihrer "Home-Base“, wie sie sagt: "Blankenese ist mein Wahlkreis, ich lebe hier im Hamburger Westen seit vielen Jahren. Das ist mein Zuhause, ich bin hier gerne, das macht Spass hier."

Bundesweit viel unterwegs

Allerdings ist Katja Suding zurzeit viel unterwegs, denn sie ist im Bundestagswahlkampf der FDP eine der wichtigsten Personen. Neben Parteichef Christian Lindner repräsentiert sie das neue Gesicht der Liberalen. Kann sie ihre Wahlkampf-Termine noch zählen? "Es sind jeden Tag viele." Sie sei jede Woche irgendwo im Bundesgebiet unterwegs, so Suding. Ungewöhnlich beim Auftritt in Blankenese ist, dass Sudings Söhne dabei sind, die sonst eher vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Die Jungs sehen ihre engagierte Mutter zurzeit noch seltener als sonst. "Wir sehen sie gerade nicht so häufig", sagte der 13-jährige Jakob. Und sein 15-jähriger Bruder Johann bestätigt, dass er in der Schule zurzeit häufiger auf seine Mutter angesprochen wird: "Ja, aber das ist zur Gewohnheit geworden."

Als Wahlkämpferin erfahren und erfolgreich

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Katja Suding will mit der FDP wieder in den Bundestag einziehen.

Für besonderes Aufsehen hatte Katja Suding vor der Bürgerschaftswahl vor zweieinhalb Jahren gesorgt, und zwar durch ein Fotoshooting für die Zeitschrift "Gala". Suding sei eben eine erfahrene Wahlkämpferin, sagt Gerhold Hinrichs-Henkensiefken, stellvertretender Landesvorsitzender der FDP: "Das ist ihr vierter großer Wahlkampf. Sie war ja schon mal Bundestagskandidatin 2009, sie hat zwei Bürgerschaftswahlkämpfe gewonnen. 2011 als Neuling, 2015 als "die Eisbrecherin" wie man sie nennt."

Bildung und Digitalisierung im Fokus

Im Wahlkampf hebt Suding natürlich vor allem die Themen hervor, die sich ihre Partei auf die Fahnen geschrieben hat. Sie ist überzeugt, dass das den momentanen Erfolg der FDP auch bei jüngeren Wählern erklärt. Suding: "Ich glaube das sind wirklich unsere beiden Themen, die Zukunftsthemen Bildung und Digitalisierung. Das entscheidet auch, wie unser Land in ein paar Jahren dastehen wird, ob es uns weiterhin gut gehen wird. Das spüren die jungen Menschen, dass wir wirklich Politik in ihrem Sinne machen."

Stimmen zu Suding

Die FDP-Landesliste zur Bundestagswahl 2017

1. Katja Suding
2. Wieland Schinnenburg
3. Robert Bläsing
4. Ria Schröder
5. Michael Kruse
6. Carl Coste
7. Frank Mario Stussig
8. Lutz Schmidt
9. Lutz Rohrbeck
10. Rose Pauly

Wie nehmen die Wähler die FDP-Kandidatin wahr? Eine ältere Dame sagt: "Als junge erfolgreiche Politikerin." Ein junger Mann meint: "Smart, eiskalt - typisch FDP." Ein weiterer ergänzt: "Ich finde, sie ist das weibliche Pendant zu Christian Lindner. Die passen wunderbar - aber nicht für mich." Der nächste findet, Suding sei "eine absolut überzeugende Politikerin, die ihre eigene Strategie hat und die schon seit Jahren umsetzt. Und das finde ich klasse."

Nach der Wahl wohl nach Berlin

Eines will Suding allerdings nicht verraten: und zwar welches Amt ihr bei einem Wiedereinzug in den Bundestag oder gar in eine Koalitions-Regierung vorschwebt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.09.2017 | 10:20 Uhr

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