Stand: 28.07.2015 13:54 Uhr

Jugendämter zählen 1.000 gefährdete Kinder

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1.002 Mal haben die Hamburger Jugendämter im vergangenen Jahr eine sogenannte Kindeswohlgefährdung festgestellt.

Die Hamburger Jugendämter haben im vergangenen Jahr 1.002 gefährdete Kinder registriert. In drei Vierteln der Fälle fanden sich Anzeichen für Vernachlässigung, wie das Statistikamt Nord am Dienstag mitteilte. Etwa Hinweise auf mangelnde Ernährung, schmutzige Kleidung oder dreckige Wohnungen. Weitere Ursachen einer Gefährdung waren Hinweise auf körperliche Misshandlungen (15 Prozent), psychische Misshandlungen (14 Prozent) und sexuelle Gewalt (fünf Prozent).

In 65 Prozent der Fälle meldeten Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaft die Gefährdung. Weitere Hinweise gingen anonym (zehn Prozent) oder von Kindertagesstätten und Schulen (acht Prozent) ein.

Rund 1.800 Verfahren

Insgesamt gab es nach diesen Hinweisen 1.801 Verfahren zur Einschätzung einer Gefährdung. In 403 Fällen erwies sich der Verdacht als unbegründet. Bei 22 Prozent (396) lag keine Kindeswohlgefährdung vor, es bestand aber dennoch Hilfebedarf.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.07.2015 | 17:00 Uhr