Stand: 22.03.2016 12:02 Uhr

Immobilienpreise in Hamburg steigen und steigen

Die Preise für Immobilien in Hamburg und dem Umland haben im vergangenen Jahr weiter angezogen. Deutlich teurer wurden Neubauten. Die Preise für bestehende Objekte erhöhten sich ebenfalls - allerdings weniger stark als in den Vorjahren. Das zeigt eine Studie der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Forschungsinstitut F + B (Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH).

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Für bestehende Häuser stieg der Preis um 2,8 Prozent. Neubauten verteuerten sich um 16,4 Prozent. Bestandswohnungen kosteten in Hamburg 8,5 Prozent mehr, für neue Eigentumswohnungen mussten im Schnitt 6,7 Prozent zusätzlich angelegt werden. Im Hamburger Umland kletterten die Preise für Neubauten mit 7,2 (Häuser) und 7,0 Prozent (Eigentumswohnungen) am stärksten. Bestehende Häuser und Wohnungen wurden durchschnittlich um 3,9 beziehungsweise 5,6 Prozent teurer.

 

Auch im Umland wird es teurer

Vergleicht man die Einstiegspreise über zehn Jahre, zeigt sich: Sie sind in allen Lagen deutlich gestiegen. Das führt laut Studie zu dem sogenannten Überlaufeffekt. Wenn die Preise in den beliebten und zentralen Lagen Hamburgs steigen, ziehen die Menschen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum ins Umland. In der Folge steigen die Preise auch dort.

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Wohnen in attraktiver Lage ist im Schnitt um gut 89 Prozent teurer geworden.

So verteuerte sich der Durchschnittspreis für gebrauchte Häuser seit 2006 zunächst in den beliebten und zentralen Lagen Hamburgs. Innerstädtische Wohngebiete verzeichneten in diesem Zeitraum im Schnitt ein Plus von gut 89 Prozent, gefolgt von den Elbvororten mit rund 52 Prozent und den Walddörfern mit rund 53 Prozent. Seit 2011 steigen die Preise auch in den weiteren Stadtgebieten sowie den Umlandregionen. Auch in Stadtteilen, die in der Vergangenheit als weniger exklusiv galten, haben sich die Preise erhöht. So stiegen zum Beispiel die Kaufpreise in den westlichen Wohngebieten, zu denen unter anderem Lokstedt und Lurup zählen, um durchschnittlich rund 44 Prozent. Auch die östlich der Innenstadt liegenden Gebiete entwickelten sich stark mit plus 36 Prozent.

Zinsen sind gesunken

Die niedrigen Zinsen bei Krediten kompensieren laut LBS die Kaufpreisentwicklung. In den vergangenen zehn Jahren sanken die Zinsen: Statt für rund 4,5 Prozent im Jahr 2006 ist es möglich, eine zehnjährige Immobilienfinanzierung für unter 1,5 Prozent zu bekommen. Bei gleichem persönlichem Budget erhält der Käufer dadurch heute eine um rund 88 Prozent höhere Darlehenssumme als noch vor zehn Jahren.

Was ist der Immobilienatlas?

Die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg wertet gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen F + B regelmäßig den Markt für Gebrauchtimmobilien, Neubauten und Grundstücke in Hamburg und Schleswig-Holstein aus. Für die Studie 2016 wurden im zweiten Halbjahr 2015 insgesamt 13.300 öffentlich zugängliche Immobilienangebote in Hamburg und im Umland erfasst.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.03.2016 | 11:00 Uhr