Stand: 26.03.2016 07:20 Uhr

Hamburger Polizei zu schlecht ausgerüstet?

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Sind Hamburgs Polizisten für Anschläge wie in Brüssel zu schlecht ausgerüstet?

Nach den Terroranschlägen in Brüssel stehen die Ausrüstung und die Vorbereitung der Hamburger Polizei auf Anti-Terroreinsätze auf dem Prüfstand. Polizeigewerkschaft und Opposition kritisieren die unzureichende Schutzkleidung für Hamburger Polizisten.

Bessere Schutzkleidung in Aussicht gestellt

Bei einem möglichen Anti-Terror-Einsatz sähe es für die Beamten nicht gut aus, sagte CDU-Innenexperte Dennis Gladiator NDR 90,3. Es fehle an Körperschutzwesten, Helmen und gepanzerten Fahrzeugen. Bereits Anfang Dezember hatte Polizeipräsident Ralf Meyer bessere Schutzkleidung für die Polizei in Aussicht gestellt. Nach den Terroranschlägen in Paris war angesichts der Bewaffnung der Täter klar, dass die derzeitige Schutzkleidung nicht ausreicht.

Ergebnisse der Experten lassen auf sich warten

Laut Polizeipressestelle gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema beschäftigt. Bislang liegen aber noch keine Ergebnisse vor. Auch wie viel Geld für die neue Ausrüstung zur Verfügung steht und bis wann geprüft wird, ist unklar.

Der Vize-Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Thomas Jungfer, spricht von einem "Unding". Es sei "5 vor 12" und die Politik müsse die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Die eingesetzten Beamten bräuchten einen vernünftigen Schutz.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.03.2016 | 10:00 Uhr