Stand: 11.10.2017 13:32 Uhr

Hamburger Handwerk will um Abiturienten werben

Die Handwerksbetriebe in Hamburg wollen künftig verstärkt um Abiturienten werben. Damit soll der anhaltende Fachkräftemangel zumindest teilweise gemildert werden, sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bei der Präsentation des ergänzten Masterplans Handwerk am Mittwoch.

Baustelle.

Masterplan für Handwerk 2020

Hamburg Journal 18.00 -

Das Handwerk in Hamburg wird von Nachwuchssorgen geplagt. Um die Branche für Schulabgänger attraktiver zu machen, haben Senat und Kammer einen Maßnahmenkatalog unterzeichnet.

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800 Lehrstellen unbesetzt

Mehr als 60 Prozent der Schulabgänger in Hamburg haben Abitur - aber nur die wenigsten könnten sich bislang für einen Handwerksberuf begeistern, obwohl es derzeit rund 800 unbesetzte Lehrstellen gebe, sagte Handwerksammer-Präsident Josef Katzer. "Wir alle in der Gesellschaft müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass mit dem Abitur automatisch die Entscheidung für ein Hochschulstudium gefallen ist."

Verdienst manchmal besser als bei Akademikern

Zumal die Verdienstmöglichkeiten in vielen Handwerksberufen aktuell besser sei als in manchen akademischen Bereichen. Ein Dachdeckergeselle komme schon mal auf 5.000 Euro brutto pro Monat, ein Gebäudereiniger-Meister auf 7.000 Euro, sagte Katzer. In den kommenden Monaten wollen Senat und Kammer deshalb beispielsweise mit großen Plakaten für Handwerksberufe werben, aber auch an Schulen gezielt Interessenten ansprechen.

Jugendliche in der handwerklichen Berufsausbildung. © Fotolia.com Fotograf: industrieblick

Masterplan Handwerk - Abiturienten gesucht

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

800 unbesetzte Lehrstellen: Das Hamburger Handwerk sorgt sich um den Nachwuchs. Die Betriebe wollen sich jetzt verstärkt um Abiturienten bemühen - auch unter Hinweis auf gute Verdienstmöglichkeiten.

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Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) sagte, der Senat werde sich verstärkt darum kümmern, dass Handwerksbetriebe Nachfolger finden. Mehr als 42 Prozent der Inhaber von Handwerksbetrieben seien älter als 50 Jahre und müssten bereits an ihre Nachfolgeregelung denken, die jedoch nur noch selten innerhalb der Familie umzusetzen sei. "Das ist ein schwerwiegendes Problem", sagte Horch. "Da gibt es Unternehmer, die mit 80 Jahren noch im Job sind und für die Nachfolge noch keinerlei Vorsorge getroffen haben."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.10.2017 | 13:00 Uhr

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