Stand: 01.12.2015 14:10 Uhr

Hamburg will hochbegabte Schüler fördern

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Die Hamburger Schulen sollen sich in Zukunft besser um Hochbegabte kümmern. (Themenbild)

Die Hamburger Schulbehörde will hochbegabte Kinder und Jugendliche besser fördern. Es sei Zeit, dass auch diese Schüler mehr Unterstützung bekommen, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag im Rathaus.

Schulen sollen Koordinator benennen

"Etwa 2,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler gelten als hochbegabt, rund 15 Prozent als besonders leistungsstark. Für diese Schülerinnen und Schüler darf es keine Langeweile im Unterricht geben", sagte Rabe. Um diese Kinder und Jugendlichen sollen sich die Hamburger Schulen jetzt stärker kümmern. Für sie sollen besondere Lernangebote entwickelt werden. Jede Schule soll einen Lehrer als Koordinator für die Begabtenförderung benennen.

Extra-Aufgaben und Wettbewerbe

Die Schulaufsicht soll regelmäßig prüfen, ob diese Förderung nur auf dem Papier steht, oder ob sie tatsächlich gelebt wird, so Rabe. Die hochbegabten Schüler selbst sollen zum Beispiel Extra-Aufgaben bekommen, oder sie sollen ermuntert werden, bei Wettbewerben wie der Mathe-Olympiade mitzumachen.

Lernförderung für rund 25.000 schwächere Schüler

Gleichzeitig sollen auch weiterhin die Kinder gefördert werden, die im Unterricht nicht richtig mitkommen und in einem der Hauptfächer die Note 5 haben. Sie alle bekommen kostenlose Nachhilfe an ihrer Schule, die sogenannte Lernförderung. Im vergangenen Schuljahr seien das 25.063 Schüler gewesen, sagte Rabe. Die Zahl blieb den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr stabil. Insbesondere in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch seien Schüler zusätzlich unterrichtet worden.

Hamburg ist das einzige Bundesland, das für alle Schüler eine kostenlose Lernförderung anbietet. Rund elf Millionen Euro werden jährlich dafür aufgewendet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.12.2015 | 14:00 Uhr