Stand: 17.03.2016 06:51 Uhr

Hamburg will Zentren für Altersmedizin

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Ältere Patienten leiden oft gleichzeitig an mehreren Krankheiten und brauchen daher Ärzte, die sich damit auskennen, meint die rot-grüne Koalition.

Weil alte Menschen oft mehrere Krankheiten gleichzeitig haben, brauchen sie Ärzte, die sich in möglichst vielen Fachrichtungen auskennen. Das ist der Grundgedanke, der die Rot-Grün zu einem Antrag in der Bürgerschaft bewegt. Die Regierungskoalition will heute eine bessere medizinische Versorgung beschließen, wie NDR 90,3 berichtet.

Ein Zentrum in jedem Bezirk

Jeder Hamburger Bezirk soll nach dem Willen von SPD und Grünen ein Zentrum für Altersmedizin bekommen. Es solle an die Krankenhäuser angedockt werden, weil es dort das meiste Fachwissen in Sachen Altersmedizin gebe, so die Begründung. Hinter dem Vorstoß steckt auch ein neues Bundesgesetz. Es ermöglicht den Aufbau von sogenannten Institutsambulanzen für Altersmedizin. Das bedeutet, dass ein Krankenhaus bestimmte Patienten auch ambulant behandeln darf und sie nicht stationär aufnehmen muss.

Die Krankenhäuser sind grundsätzlich dafür

Altersmedizin gilt als ein wichtiger Schlüssel, um Menschen auch bis ins hohe Alter ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen. Die Krankenhäuser unterstützen die Pläne im Grundsatz. Allerdings sei die Finanzierung noch unklar. Die Kassenärztliche Vereinigung dagegen hält den rot-grünen Antrag für überflüssig: Schließlich werde schon längst daran gearbeitet, diese Zentren auf den Weg zu bringen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.03.2016 | 09:00 Uhr

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