Stand: 24.01.2016 17:45 Uhr

Eltern-Kind-Zentren für Flüchtlinge geplant

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Eltern und Kindern sollen in den Zentren Zeit miteinander verbringen und Beratung in Anspruch nehmen können.

SPD und Grüne wollen das Angebot der Eltern-Kind-Zentren für Flüchtlinge in Hamburg deutlich ausbauen. Insgesamt sollen zu den rund 40 bereits bestehenden Zentren in der Stadt weitere zehn hinzukommen. Eltern, deren Kinder noch keine Kita besuchen, können sich dort austauschen, Erfahrungen sammeln, gemeinsam kochen und essen. Außerdem können sie Hilfe und Beratung von Pädagogen, den sogenannten Elternlotsen, in Anspruch nehmen.

Gekoppelt an Großwohnprojekte

Die zehn neuen Eltern-Kind-Zentren sollen an Kindertagesstätten angesiedelt werden und allen Eltern offen stehen. Entstehen sollen sie dort, wo große Wohnunterkünfte mit vielen Flüchtlingskindern bestehen oder neu gebaut werden. Das geschieht nach und nach parallel zur Errichtung der geplanten Großunterkünfte.

Starten soll das Projekt noch in diesem Jahr mit zwei neuen Eltern-Kind-Zentren - eines in der Unterkunft für mehrere Tausend Flüchtlinge in Neugraben-Fischbek und eines am Gleisdreieck in Bergedorf. Die Kosten dafür liegen bei rund 500.000 Euro. In der nächsten Sitzung am 10. Februar soll die Bürgerschaft über das Projekt entscheiden.

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Dieses Thema im Programm:

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