Stand: 13.10.2017 18:53 Uhr

Hamburg Süd: Jede zehnte Stelle fällt weg

Gedrückte Stimmung bei der Mitarbeiterversammlung von Hamburg Süd am Freitag in der Hansestadt: Nach dem Verkauf der Reederei an den Konkurrenten Maersk soll in Deutschland etwa jede zehnte Stelle gestrichen werden. Das dänische Unternehmen will vor allem im operativen Bereich sparen.

131 Stellen weg, 19 kommen dazu

Ein Teil dieser Aufgaben wandert an die Zentrale von Maersk in Kopenhagen, in Hamburg fallen dafür 131 von knapp 1.000 Arbeitsplätzen weg. Gleichzeitig sollen in der Hansestadt aber auch 19 neue geschaffen werden. In Deutschland beschäftigt Hamburg Süd derzeit knapp 1.200 Mitarbeiter, die allermeisten von ihnen in Hamburg.

"Das ist ein schwerer Tag", sagte Betriebsratschefin Sabine Fischbach nach der Mitarbeiterversammlung. Dass tatsächlich Stellen in größerem Ausmaß gestrichen werden, sei bedauerlich. Allerdings hatten Gewerkschafts- und Arbeitnehmervertreter zuvor mit einem noch größeren Stellenabbau an Land gerechnet. In den Verhandlungen mit der Unternehmensführung will der Betriebsrat nun versuchen, dass die Arbeitsplätze möglichst schonend abgebaut werden.

Weiter unter deutscher Flagge?

Maersk-Chef Sören Skou hatte angekündigt, dass nach der Übernahme jährlich mehr als 320 Millionen Euro eingespart werden sollen. Umgesetzt werden soll das Sparprogramm, wenn die Übernahme in den kommenden Monaten abgeschlossen ist. Unklar ist noch, ob ein großer Teil der Hamburg-Süd-Flotte weiter unter deutscher Flagge fahren wird. Das sei eine Entscheidung, die der neue Eigentümer Maersk treffen müsse, teilte die Führung von Hamburg Süd mit.

Beide Unternehmen hatten Mitte März einen Kaufvertrag geschlossen. Der dänische Maersk-Konzern ist weltweit Branchenführer für Containerschifffahrt, die Hamburg Süd ist mit rund 190 Schiffen, 6.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von sechs Milliarden Euro die Nummer neun weltweit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.10.2017 | 15:00 Uhr

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