Stand: 18.02.2016 13:23 Uhr

Hafenverwaltung investiert in Brücken

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Im Herbst soll die jahrelange Totalsanierung der Köhlbrandbrücke abgeschlossen sein.

Die Hafenverwaltung HPA investiert in diesem Jahr rund 200 Millionen Euro in neue Brücken und Kaimauern. In diesem Sommer soll nach mehreren Jahren Bauzeit unter anderem die neue Rethebrücke fertig werden, wie NDR 90,3 berichtete. Eigentlich sollte die Klappbrücke bereits 2012 in Betrieb gehen, aber in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Verzögerungen - unter anderem wurden die riesigen Klappen später als geplant eingesetzt. Inzwischen laufen die letzten Tests, im Sommer sollen dann erstmals Autos, Lastwagen und Züge über Europas größte Klappbrücke rollen, sagte HPA-Chef Jens Meier.

Ausgaben für Köhlbrand- und Kattwykbrücke

Gebaut wird in diesem Jahr wieder auf der Köhlbrandbrücke: Dort müssen ein Lager, Geländer und der Straßenbelag ausgetauscht werden. Die Köhlbrandbrücke wird dafür zwischen April und Oktober zur Hälfte gesperrt, die Staugefahr steigt. Im Herbst soll dann die jahrelange Totalsanierung abgeschlossen sein.

Baubeginn ist in diesem Jahr für die zweite Kattwykbrücke, die nur wenige Meter neben der alten entstehen soll. Zweieinhalb Jahre hat die HPA dafür veranschlagt. Künftig rollen Autos und Züge dann über getrennte Brücken.

Investitionen für größere Schiffe

Um den Hafen für noch größere Schiffe fit zu machen, investiert die HPA außerdem hohe Millionenbeträge. So wird beispielsweise die Einfahrt zum neuen Kreuzfahrtterminal auf Steinwerder und zum Terminal Tollerort verbreitert, damit dort künftig Schiffe bis 400 Meter Länge festmachen können. Auf der "To-Do-Liste stehen auch die Inbetriebnahme der Rugenberger Schleuse und die Vergabe für den Bau eines Lkw-Parkplatzes Dradenau mit 200 Stellplätzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.02.2016 | 13:00 Uhr

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