Stand: 18.03.2016 17:17 Uhr

Händler fürchten HafenCity-Einkaufszentrum

68.000 Quadratmeter Verkaufsfläche soll das Einkaufszentrum am Überseequartier in der Hamburger HafenCity bekommen. Das ist zweimal größer als die Europa-Passage, noch riesiger als das Alstertal-Einkaufszentrum und vor allem zu gewaltig nach dem Geschmack der Einzelhändler in der Hamburger City: Sie fühlen sich vom Senat übergangen, wie NDR 90,3 am Freitag berichtete. Ihr "Trägerverbund Projekt Innenstadt" kritisiert, dass das riesige Einkaufszentrum erlaubt wurde. Das gefährde ihren Umsatz.

So soll das südliche Überseequartier aussehen

Dem Investor nachgegeben?

Ürsprünglich hatte der Senat nur die Hälfte der Fläche vorgesehen, er habe dann aber dem Investor nachgegeben, kritisiert Günter Rudloff, Vizevorsitzender des Trägerverbunds. "Man muss sich mal überlegen: Im Moment sind 190 Ladeneinheiten geplant. Das ist so viel wie die gesamte Mönckeberg- und Spitalerstraße zusammen." Wenn mehrere Einzelhändler 15 oder 20 Prozent abgeben müssten, seien Sorgen angebracht.

Ein Viertel weniger Umsatz?

Ein Gutachten der City-Kaufleute ergab, dass sie allein ein Viertel ihres Umsatzes mit Mode und Schuhen verlieren würden, wenn die Kunden abwandern würden. Hamburgweit sind gigantische 171.000 Quadratmeter Verkaufsfläche in Planung - bei stagnierenden Umsätzen. Nur die Touristen sorgen noch für ein Plus.

Der französische Immobilienkonzern Unibail-Rodamco plant mittlerweile Investitionen von 977 Millionen Euro in das Geschäfts- und Erlebnisviertel. Also noch einmal mehr als die ursprünglich veranschlagten 860 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.03.2016 | 17:00 Uhr

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