Stand: 04.02.2016 09:30 Uhr

HHLA schlägt deutlich weniger Container um

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Der Hamburger Hafenkonzern HHLA hat 2015 weniger Container umgeschlagen als im Vorjahr.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Waren umgeschlagen als im Vorjahr. Wie der scheidende HHLA-Vorstandschef Klaus-Dieter Peters am Donnerstag bei der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen für 2015 mitteilte, ging der Container-Umschlag um 12,3 Prozent auf rund 6,6 Millionen Standardcontainer zurück, wobei die drei Hamburger Hafenterminals am stärksten betroffen waren (minus 12,6 Prozent). Der Gewinn sank um etwa sieben Prozent.

Nach vorläufigen Zahlen erzielte die HHLA im Geschäftsjahr 2015 eigenen Angaben zufolge einen Konzernumsatz von rund 1,14 Milliarden Euro (2014: 1,20 Mrd. Euro) und ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 157 Millionen Euro (2014: 169 Mio. Euro). Der Teilkonzern Hafenlogistik - das börsennotierte Kerngeschäft des Unternehmens - erwirtschaftete Umsatzerlöse von rund 1,11 Mrd. Euro (2014: 1,12 Mrd. Euro) und ein Betriebsergebnis (EBIT) von rund 141 Mio. Euro (2014: 156 Mio. Euro). Die endgültigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht die HHLA am 30. März.

Schwächelnde Geschäfte mit China und Russland

Als Hauptursachen für das schwächelnde Geschäft nannte Peters die Wirtschaftskrisen in Russland und der Ukraine. Außerdem trübten das verhaltene Wirtschaftswachstum in China und die Verzögerungen bei der Elbvertiefung die Entwicklung. Mit den Zahlen steht die HHLA deutlich schlechter da als Hauptkonkurrent Eurogate. Wie NDR 90,3 berichtete, hat Eurogate mit seinem Terminal in Waltershof im vergangenen Jahr trotz aller Schwierigkeiten etwas zulegen können.

Auf der Schiene läuft es besser

Erfreut zeigt sich die HHLA über einen Bereich, den das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark ausgebaut hat: den Hinterland-Verkehr mit der Bahn. Das Unternehmen hat unter anderem in Polen und Tschechien eigene Terminals. Der Containertransport per Bahn ist um fünf Prozent gewachsen, für die HHLA dürfte allein das einen Gewinn in zweistelliger Millionenhöhe bringen. Wie sich der Umschlag im Hamburger Hafen insgesamt entwickelt hat, wird in einer Woche bekannt gegeben. /nachrichten/hamburg/hhla300_v-original.jpgGerechnet wird mit einem deutlichen Einbruch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.02.2016 | 09:00 Uhr