Stand: 30.05.2015 11:00 Uhr

Geplante Radwege am Ring 3 sorgen für Streit

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Der rot-grüne Senat will den Radverkehr in Hamburg weiter ausbauen.

Die Hamburger Verkehrsbehörde plant, den Ring 3 in Osdorf auf zwei Fahrspuren zu verengen. Nach Informationen von NDR 90,3 will sie dafür breite Radfahrstreifen anlegen, obwohl sie einräumt, dass es dort nur wenig Radverkehr gibt.

Das vierspurige Rugenfeld ist Hauptverkehrsader des Ring 3 und mündet in die Osdorfer Landstraße. Der Asphalt muss erneuert werden. Da kam die Verkehrsbehörde auf die Idee, zwei Autospuren abzuschaffen. Die brauche man nicht, beschreibt sie auf 34 Seiten Gutachten. Besser wären extra breite Radstreifen.

CDU-Verkehrsexperte: "Völlig misslungen"

Altonas CDU-Verkehrsexperte Tim Schmuckall kann es nicht fassen: "Wenn das der Beginn von Rot-Grün sein soll, Hamburg zur Fahrradstadt umzukrempeln, dann kann ich nur sagen: völlig misslungen, völlig falsche Routenauswahl. Dort fahren über 22.500 Kraftfahrzeuge am Tag."

Die Verkehrsbehörde räumte ein, dass der beobachtete Radverkehr zwar nennenswert, aber nicht stark sei. Schmuckall sieht das noch negativer: "Ich nutze dort selber die Radwege und ich muss sagen, ich bin ganz allein unterwegs." Eine Million Euro für Radstreifen, die keiner braucht. Das ist laut NDR 90,3 selbst der Regierungspartei SPD im Bezirk Altona zu viel. Gemeinsam mit der CDU fordert sie, den Ring 3 nicht zu verengen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.05.2015 | 11:00 Uhr