Stand: 24.07.2017 09:01 Uhr

Geduldsprobe für Autofahrer und Bahnreisende

Auto- und Bahnfahrer müssen sich in Hamburg auf neue Behinderungen einstellen. Die Autobahn-Auffahrt Schnelsen ist seit Montagmorgen in Richtung Süden bis Ende kommenden Jahres gesperrt. Hintergrund ist der Ausbau der A 7 auf acht Spuren, für den in Schnelsen ein Lärmschutzdeckel errichtet wird. Zudem sind die Auf- und Abfahrtsrampen der A 7 in Richtung Süden am Volkspark bereits seit Ende der vergangenen Woche für mehrere Wochen geschlossen, wie die Verkehrsbehörde mitteilte. Diese Sperrung steht im Zusammenhang mit dem Neubau der Langenfelder Brücke, über die die A 7 die Bahngleise quert.

Staus auch auf der A 23

Verkehrskoordinator Christian Merl empfahl Autofahrern, von Schnelsen über die Auffahrt Eidelstedt an der A 23 auszuweichen. Die Kreuzungen an der Umleitungsstrecke seien baulich verbessert worden. Die seit vergangenem Freitag laufende Fahrbahnsanierung auf der A 23 findet nördlich von Eidelstedt statt, berührt die Umleitungsstrecke also nicht. Gleichwohl müssen Autofahrer aus Richtung Heide damit rechnen, dass sie auch hinter der einspurigen Baustelle zwischen Halstenbek und Eidelstedt nicht gut vorankommen. Wie NDR 90,3 berichtete, brauchten Pendler auf dem Weg nach Hamburg am Montagmorgen bis zu einer Stunde länger als normalerweise. Der Verkehr staute sich auf bis zu zehn Kilometern Länge. Ein Unfall verschärfte die Lage auf der Autobahn.

Autofahrer, die sonst am Volkspark auf die A 7 in Richtung Hannover auffahren, sollten laut Merl die Anschlussstellen Stellingen oder Bahrenfeld nutzen. Die Sperrungen seien im Zusammenhang mit dem Autobahn-Ausbau für den Baufortschritt notwendig. Wenn möglich, würden die Sperrzeiten wie an der Anschlussstelle Volkspark komprimiert. "Wir haben es nicht umsonst in die Ferien verlegt", sagte eine Sprecherin von Koordinator Merl.

Massive Staus im Hamburger Westen - Kritik von CDU

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Verkehrsmeldungen für Hamburg

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise und Behinderungen auf den Straßen - die aktuelle Verkehrslage in und um Hamburg. mehr

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion kritisierte die Baustellenkoordination. Die Sperrung der Autobahnauffahrten falle zusammen mit dem Abriss der S-Bahnbrücke über dem Lessingtunnel am Altonaer Bahnhof. Das erfordere einen Schienenersatzverkehr über mehrere Wochen. Hinzu kämen noch Sielbauarbeiten in der Stresemannstraße. Massive Staus im Westen Hamburgs seien die Folge. Bereits seit Anfang des Monats wird ein Abschnitt der Osdorfer Landstraße in Bahrenfeld saniert, was eine einspurige Verkehrsführung erfordert. Zudem wird seit Montag für zwei Wochen an der verkehrsreichen Elbgaustraße im Stadtteil Lurup gebaut.

Auch am Hauptbahnhof wird gebaut

Aufgrund der Bauarbeiten an der S-Bahnbrücke in Altona können den Bahnhof bis Ende August nur Züge der Linien S 1 und S 3 durch den sogenannten Citytunnel erreichen. Und auch am Hauptbahnhof wird gebaut. Die Deutsche Bahn erneuert die Bahnsteigkanten an Gleis 8, das fünf Wochen für den Verkehr gesperrt bleibt. Der Bahnsteig müsse ganz abgetragen und neu aufgebaut werden, so Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lowis. Die Regionalexpresszüge zwischen Hamburg und Kiel (RE 70) beginnen und enden darum in Altona. Weiter gehts von dort mit der S 1 oder der S 3.

Zugleich ist der Verkehr auf der U-Bahn-Linie 3 zwischen Berliner Tor und Barmbek durch Brückenbauarbeiten weiterhin behindert. Die Hochbahn überbrückt die Sperrung mit Bussen. Das dauere zwar länger, laufe aber reibungslos, so die Hochbahn. Mehr Probleme haben die Busse als Ersatz für die gesperrte S-Bahn über den Lessingtunnel. In Ottensen staut sich der Verkehr häufig in den engen Straßen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.07.2017 | 09:00 Uhr

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