Stand: 10.05.2017 09:41 Uhr

G20-Gipfel: Schulbehörde gewährt Ausnahmen

Auch während des G20-Gipfels in der ersten Juli-Woche gilt in Hamburg uneingeschränkt die Schulpflicht. Allerdings gibt es einzelne Ausnahmen: Für Kinder und Eltern der Ganztagsgrundschule Sternschanze, die nahe an dem Tagungsort liegt, ist jetzt eine Lösung gefunden worden. Eltern würden dort nicht gezwungen, ihr Kind zur Schule zu schicken, heißt von der Schulbehörde.

Auch wenn Eltern die Situation in ihrem Stadtteil oder dem der Schule als zu gefährlich einschätzten, akzeptiere die Behörde das als Grund, Kinder zu Hause zu lassen. Man werte das dann nicht als Verletzung der Schulpflicht. Geschlossen werde wegen des G20-Gipfels keine Schule - man werde auch dann "der Betreuungspflicht gerecht", heißt es bei der Behörde.

Die Ganztagsgrundschule Sternschanze hatte beim OSZE-Treffen im Dezember für Schlagzeilen gesorgt. Sie hatte aus Sicht der Schulbehörde den Eltern zu eigenmächtig freigestellt, ihre Kinder zum Unterricht zu schicken.

Keine Ausnahmen für Demonstrationen

Kein Pardon soll es Anfang Juli für Schüler geben, die lieber auf eine Demonstration als in die Schule gehen. "Sie würden einen entsprechenden Eintrag für unentschuldigtes Fehlen bekommen", stellte Schulbehörden-Sprecher Peter Albrecht klar. Möglicherweise trifft das am 7. Juli nicht wenige Schüler: Für diesen Tag hat das Bündnis "Jugend gegen G20" zu einem Bildungsstreik aufgerufen. Zu dem Bündnis gehören unter anderem Jugendorganisationen von Gewerkschaften und des AStA der Universität.

Ein Plakat zum G20.

G20-Gipfel: Protestpläne werden konkreter

Hamburg Journal -

Unter dem Motto "Haltung zeigen" will die Initiative "Block G20" den G20-Gipfel friedlich begleiten. Anders als die Veranstalter der Großdemo halten sie den Gipfel für richtig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.05.2017 | 07:00 Uhr

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