Stand: 17.10.2017 17:14 Uhr

Flughafen: Weiter Geduld der Passagiere gefragt

Flugpassagiere in Hamburg sollten noch bis etwa Mitte nächsten Jahres Geduld für die Abfertigung mitbringen. Während der aktuell vierten Bauphase am Hauptvorfeld sei durch längere Abfertigungswege und mehr Bodenverkehr vor allem in Spitzenzeiten damit zu rechnen, dass es bei den Gepäck- und Bustransporten Verzögerungen gibt, teilte der Hamburg Airport Helmut Schmidt am Dienstag mit. "Wir können mehrere Fluggastbrücken derzeit nicht nutzen", sagte Flufghafen-Sprecherin Janet Niemeyer. Das Unternehmen empfiehlt den Reisenden, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Umbau des Hamburger Flughafens im Zeitplan

Nur begrenzte Zahl von Andockpositionen

Die Bauarbeiten am vierten Abschnitt sollen Mitte Dezember abgeschlossen werden, anschließend werden von Februar 2018 an weitere Areale erneuert. Aufgrund der Bauarbeiten stehe derzeit nicht das komplette Vorfeld zur Verfügung - und direkt an der Pier gebe es daher nur eine begrenzte Zahl von Andockpositionen für die Flugzeuge. Etliche müssten bis zu 2,5 Kilometer entfernt geparkt werden und die Passagiere mit Bussen dorthin oder zurück zu den Terminals gebracht werden. "Von Mitte 2018 an haben wir alle Fluggastbrücken wieder in Betrieb. Das bringt dann Erleichterung", kündigte die Airport-Sprecherin an.

Personal dringend gesucht

Auch weiterhin werde Personal im Bereich der Gepäck- oder Fluggastabfertigung gesucht. "Das ist in Hamburg nicht so ganz einfach, denn der Arbeitsmarkt ist quasi leer gefegt“, sagte Niemeyer. Man könne die Passagiere nur um Geduld bitten. Immerhin: Trotz aller Probleme seien die Koffer bei acht von zehn landenden Maschinen anschließend auch pünktlich am Rollband.

Sanierung liegt im Zeitplan - Fertigstellung 2020

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Die Umbau- und Sanierungsarbeiten auf dem Flughafen liegen dennoch bislang im Zeitplan. Etwa 335.000 Quadratmeter Fläche werden auf dem sogenannten Hauptvorfeld insgesamt erneuert. In zehn Bauphasen - und das Ganze bei laufendem Flugbetrieb. "Diese Baustelle wird in erster Linie notwendig, weil die Flächen schon 50 bis 60 Jahre alt sind. Da sind bis zu sechs Millionen Flugzeuge mit mit mehr als 290 Millionen Tonnen Gesamtgewicht drüber gerollt. Die müssen wir jetzt sanieren, die Zeit ist einfach reif", sagte Niemeyer.

Gesamtkosten: 120 Millionen Euro

Insgesamt dauert der Umbau in Fuhlsbüttel rund vier Jahre, 2020 will man fertig sein. Dann soll der Flugbetrieb besser laufen und die Flugzeuge leiser über das Vorfeld rollen, so die Hoffnung der Betreiber. Die Gesamtkosten für den Umbau liegen bei etwa 120 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.10.2017 | 17:00 Uhr

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