Stand: 19.10.2015 17:05 Uhr

Flüchtlinge ziehen in feste Unterkünfte

In Hamburg sind die ersten Flüchtlinge am Montag aus Zelten in feste Unterkünfte umgezogen. Vor allem Familien, Kranke und Schwangere sollen vor der nasskalten Witterung geschützt werden, wie NDR 90,3 berichtete. Zunächst geht es um die Verlegung von Flüchtlingen aus Zelten in der Schnackenburgallee in Bahrenfeld und der Dratelnstraße in Wilhelmsburg in ein leer stehendes Bürogebäude in Altona. Dort ist Platz für rund 800 Menschen. Die Betreuung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz.

Bauarbeiten nahe eines Flüchtlingslagers.

Feste Unterkünfte für Flüchtlinge

Hamburg Journal -

In Hamburg sollen mehrere Hundert Flüchtlinge aus Zelten in Holzhäuser umziehen. Vor allem Kranke und Familien könnten so vor der nasskalten Witterung geschützt werden.

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Außerdem sollen rund 300 Flüchtlinge vom Jenfelder Moor aus ihren durchnässten Zelten in eine Halle nach Lohbrügge gebracht werden. Auch in diesem Fall geht es vor allem um Kranke und andere besonders Hilfsbedürftige. Die Menschen in der Halle werden von fördern & wohnen betreut.

Ab Mittwoch werden Holzhäuser aufgestellt

Laut Innenbehörde haben derweil in der Unterkunft Dratelnstraße in Wilhelmsburg die vorbereitenden Erdarbeiten begonnen, um standsichere Fundamente für Holzhäuser in dem matschigen Untergrund zu schaffen. Der Aufbau der Holzhäuser soll am Mittwoch beginnen. Pro Haus kommen acht Menschen unter. Diese Holzhäuser sind danach auch an anderen Standorten geplant.

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Hamburg hält unterdessen weiter an. In der ersten Oktoberhälfte kamen laut Innenbehörde rund 5.600 Flüchtlinge Damit steuere die Hansestadt auf einen neuen Höchstwert zu. Im Rekordmonat September waren 10.100 Flüchtlinge in Hamburg neu registriert worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.10.2015 | 13:00 Uhr